Hämorrhoiden Hämorrhoiden: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten im Überblick

Hämorrhoidalleiden sind häufig und meist gut behandelbar. Dieser Überblick erklärt Entstehung, Beschwerden und wirksame Therapieoptionen bei vergrößerten Hämorrhoiden.

Auf einen Blick: Hämorrhoiden

  • Hämorrhoiden sind normale Gefäßpolster, Beschwerden entstehen erst bei Vergrößerung
  • Genetische Veranlagung und Lebensstil beeinflussen das Risiko für Hämorrhoiden
  • Häufige Symptome sind Juckreiz, Brennen, Blutspuren und Druckgefühl im After
  • Salbe oder Zäpfchen wie FAKTU lind oder Posterisan akut können je nach Symptomen eingesetzt werden, um die Beschwerden zu lindern
  • Bewegung, Ernährung und Pflege stabilisieren den Verlauf und beugen Rückfällen vor

Häufig gestellte Fragen

Hämorrhoiden sind Gefäßpolster im Enddarm, die den After abdichten. Beschwerden entstehen erst, wenn sich diese Polster verschieben und vergrößern. Dann spricht man von einem Hämorrhoidalleiden.

In den meisten Fällen sind Hämorrhoiden harmlos, können aber sehr unangenehme Symptome verursachen. Gefährlich werden sie nur, wenn Komplikationen beispielsweise mit starken Schmerzen auftreten. Daher sollten Schmerzen auch immer ärztlich abgeklärt werden.

Nein, Hämorrhoiden sind keine Infektion und nicht ansteckend. Sie entstehen durch eine Kombination aus der Stärke des eigenen Gewebes, den darauf wirkenden Druckbelastungen und der individuellen Durchblutung im Analbereich.

Leichte Beschwerden lassen sich oft selbst lindern. Produkte wie Posterisan akut Salbe oder FAKTU lind Hämorrhoiden-Zäpfchen können zielgerichtet gegen Symptome eines Hämorrhoidalleides eingesetzt werden. Weitere Tipps und Maßnahmen finden sich in unserem Ratgeber Hämorrhoiden selbst behandeln.

Ein Arztbesuch ist ratsam bei Blutungen und Schmerzen sowie anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden. Auch wenn sich die Symptome trotz Selbstbehandlung nicht bessern, sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

Was sind Hämorrhoiden und wann treten sie auf?

Hämorrhoiden sind nichts, wofür man sich schämen müsste – im Gegenteil: Ohne sie würde der After gar nicht richtig funktionieren. Diese weichen Gefäßpolster im Enddarm wirken wie kleine Dichtkissen, die gemeinsam mit verschiedenen Muskeln wie den Schließmuskeln verhindern, dass Stuhl, Luft oder Flüssigkeit entweicht. Jeder Mensch hat sie, sie gehören ganz selbstverständlich zu unserem Körper.

Erst wenn das Gewebe, das sie stützt, an Spannung verliert oder dauerhaft unter Druck steht, verschieben sich die Polster und vergrößern sich dabei. Dann spürt man das, was man umgangssprachlich als „Hämorrhoiden haben“ bezeichnet: ein Hämorrhoidalleiden.

Rund 70 Prozent der Bevölkerung sind mindestens einmal im Leben betroffen. Etwa jede dritte Person berichtet gelegentlich über Beschwerden. Häufig treten vergrößerte Hämorrhoiden zwischen 45 und 65 Jahren auf. 1,2 In der Schwangerschaft und nach der Geburt sind sie ebenfalls häufig, weil sich Gewebe und Durchblutung verändern.

Schematische Darstellung von Mastdarm (Rektum) und Analkanal mit innerem und äußerem Schließmuskel. Hervorgehoben sind Hämorrhoiden 1. Grades, die sich als vergrößerte Gefäßpolster im Inneren des Analkanals oberhalb des äußeren Schließmuskels befinden und nicht nach außen vorfallen.

Hämorrhoiden 1. Grades

Die Polster sind vergrößert, liegen jedoch innen. Von außen ist nichts zu sehen. Erste, oft milde Veränderungen können auftreten.

Schematische Darstellung von Mastdarm (Rektum) und Analkanal mit innerem und äußerem Schließmuskel. Gezeigt sind Hämorrhoiden 2. Grades als vergrößerte Gefäßpolster oberhalb des äußeren Schließmuskels, die vorübergehend nach außen treten, sich jedoch von selbst zurückbilden.

Hämorrhoiden 2. Grades

Beim Pressen tritt Gewebe kurzzeitig nach außen und zieht sich von allein zurück. Das Gewebe ist weich und reagiert empfindlich.

Schematische Darstellung von Mastdarm (Rektum) und Analkanal mit innerem und äußerem Schließmuskel. Hervorgehoben sind Hämorrhoiden 3. Grades als stark vergrößerte Gefäßpolster, die aus dem Analkanal nach außen vorfallen.

Hämorrhoiden 3. Grades

Das Gewebe bleibt außerhalb und lässt sich per Hand zurückschieben. Ohne Reposition erhöht sich das Risiko für eine Thrombose im Hämorrhoidalpolster.

Schematische Darstellung von Mastdarm (Rektum) und Analkanal mit innerem und äußerem Schließmuskel. Hervorgehoben sind Hämorrhoiden 4. Grades als stark vergrößerte Gefäßpolster, die dauerhaft aus dem Analkanal nach außen vorgefallen sind und sich nicht mehr zurückschieben lassen.

Hämorrhoiden 4. Grades

Das Gewebe liegt dauerhaft außen und lässt sich nicht mehr zurückführen. In dieser Stufe sind ärztliche Maßnahmen oft notwendig.

Zur Einordnung gehört auch die Frage, ob Hämorrhoiden gefährlich sind. Vergrößerte Hämorrhoiden sind meist gutartig, können aber sehr unangenehm sein. Gefährlich sind sie in der Regel nicht, sollten aber bei Schmerzen oder immer wiederkehrenden Beschwerden fachlich abgeklärt werden.

„Äußere Hämorrhoiden“: Ein häufiger Irrtum

Viele sprechen von inneren und äußeren Hämorrhoiden, aber medizinisch stimmt das so nicht. Was umgangssprachlich als äußere Hämorrhoiden gilt, ist meist eine Analvenenthrombose – ein Blutgerinnsel am Afterrand, das zwar schmerzhaft, aber harmlos ist.

Tritt Hämorrhoidalgewebe nach außen, liegt ein fortgeschrittenes Hämorrhoidalleiden vor. Das Gewebe ist dann so weit vergrößert, dass es sich wölben und hervortreten kann. Wenn ein nach außen getretener Hämorrhoidalknoten sich nicht zurückzieht oder geschoben werden kann, steigt das Risiko für ein thrombosiertes Hämorrhoidalpolster – eine sehr schmerzhafte Komplikation eines Hämorrhoidalleidens.

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Ursachen und Risikofaktoren eines Hämorrhoidalleidens

Ob ein Hämorrhoidalleiden entsteht, hängt von mehreren Einflüssen ab. Eine genetische Veranlagung gilt als wichtiger Faktor. Sie bestimmt, wie elastisch das Bindegewebe ist. Wer eine Gewebeschwäche mitbringt, entwickelt häufiger vergrößerte Hämorrhoiden, vor allem, wenn zusätzliche Belastungen dazukommen.

Dazu zählen zum Beispiel langes Sitzen, starkes Pressen beim Stuhlgang oder eine ballaststoffarme Ernährung. Auch Bewegungsmangel, Übergewicht oder körperliche Belastung mit Pressatmung können den Druck im Bauchraum erhöhen. Das begünstigt, dass sich die Gefäßpolster nach außen verlagern und erweitern.

Bei vergrößerten Hämorrhoiden in der Schwangerschaft spielt eine ähnliche Mechanik eine Rolle: Hormone lockern das Gewebe und die wachsende Gebärmutter drückt auf die Beckenvenen. Nach der Entbindung normalisiert sich die Situation meist wieder, wobei dies einige Zeit erfordert und das Gewebe zunächst durch den Geburtsvorgang sogar noch empfindlicher ist. Deshalb können vergrößerte Hämorrhoiden nach der Geburt ebenfalls auftreten.

Mit zunehmendem Alter verliert das Gewebe an Spannkraft. Bestimmte Medikamente oder Erkrankungen, die den Blutfluss verändern, können diesen Prozess zusätzlich fördern.

Kurz gesagt: Selten ist ein einzelner Auslöser verantwortlich. Meist wirken Veranlagung, Lebensstil und Gewebebelastung zusammen.

Anzeichen und Symptome bei vergrößerten Hämorrhoiden

Hämorrhoiden machen sich erst bemerkbar, wenn sich das Gewebe verlagert und die Gefäßpolster vergrößern. Typische Hämorrhoiden-Symptome betreffen Haut, Schleimhaut und Stuhlgang. Die Beschwerden sind meist harmlos, können sich aber mit der Zeit verstärken. Ein Hämorrhoidalleiden verläuft oft in Phasen: ruhig, dann wieder spürbar aktiv.

Häufige Anzeichen

  • Hellrote Blutspuren nach dem Stuhlgang
    Ein klassisches Zeichen vergrößerter Hämorrhoiden sind kleine Mengen von frischem Blut im Stuhl oder auf dem Toilettenpapier. Hämorrhoiden bluten meist oberflächlich und verursachen selten starken Blutverlust. Dennoch sollte jede Blutung im Analbereich ärztlich abgeklärt werden, um andere Auslöser sicher auszuschließen.
  • Juckreiz am After
    Gereizte Haut und austretende Feuchtigkeit können zu anhaltendem Juckreiz führen. Typischerweise verstärken sich Afterbeschwerden nach dem Toilettengang oder bei längerem Sitzen.
  • Brennen oder Nässen im Analbereich
    Feuchtigkeit, Schleimabsonderung und Reibung reizen die empfindliche Haut. Ein Brennen im After oder ein nässender After gehören daher zu den häufigsten Begleitsymptomen eines Hämorrhoidalleidens.
  • Druck- oder Fremdkörpergefühl im After
    Wenn sich die Polster deutlich vergrößert haben, entsteht das Gefühl, etwas befinde sich im Afterkanal. Dieses Druckgefühl kann vorübergehend oder dauerhaft bestehen.
  • Schmerzen
    Schmerzen gehören nicht zu den typischen Symptomen eines Hämorrhoidalleidens. Manchmal empfinden Betroffene eine Art schmerzhaftes Brennen, was dann als Hämorrhoiden-Schmerzen bezeichnet wird. An sich schmerzen Hämorrhoiden jedoch erst, wenn Komplikationen auftreten, beispielweise ein Knoten thrombosiert ist. Daher ist das Symptom Schmerz immer ein Hinweis auf möglicherweise andere Analerkrankungen und sollte ärztlich geklärt werden.

Tipp für vertiefende Informationen: Wie sich die einzelnen Symptome entwickeln und voneinander unterscheiden lassen, erklärt unser Ratgeber Hämorrhoiden erkennen Schritt für Schritt.

Hämorrhoiden-Diagnose: An welchen Arzt wenden?

Viele Menschen zögern, über Hämorrhoiden zu sprechen, dabei ist das völlig normal. Wer Beschwerden am Po bemerkt und sich fragt, welcher Arzt bei Hämorrhoiden zuständig ist: In der Regel ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle für eine Hämorrhoiden-Diagnose. Dort wird besprochen, was hinter den Symptomen steckt und welche Behandlung sinnvoll ist. Falls nötig, erfolgt eine Überweisung zu einer Fachärztin oder einem Facharzt für Proktologie.

Auch andere Fachrichtungen sind mit dem Thema vertraut: Viele Urologinnen und Urologen sowie Gynäkologinnen und Gynäkologen erkennen und behandeln vergrößerte Hämorrhoiden ebenfalls.

Keine Scham beim Arztbesuch

Für manche Menschen ist das Thema unangenehm – verständlich. Doch für Ärztinnen und Ärzte gehört das zum Alltag. Sie sehen sehr häufig Patientinnen und Patienten mit Hämorrhoiden. Die Untersuchung selbst dauert nur wenige Minuten und ist in der Regel schmerzfrei. Ziel ist es, ein Hämorrhoidalleiden sicher zu erkennen und von anderen Erkrankungen im Analbereich zu unterscheiden.

So läuft die Hämorrhoiden-Untersuchung ab

  • Anamnese
    Zunächst erfolgt ein Gespräch über Beschwerden, Dauer, Blutungen, frühere Befunde, Stuhlgewohnheiten, Medikamente oder Geburten. Diese Angaben helfen, das Risiko für ein Hämorrhoidalleiden einzuordnen.
  • Sichtbefund
    Anschließend wird die Analregion kurz inspiziert. Dabei können Rötungen, Ekzeme, Vorwölbungen oder Blutspuren auffallen – Hinweise auf vergrößerte Hämorrhoiden.
  • Digitale rektale Untersuchung
    Mit einem behandschuhten Finger tastet die Ärztin oder der Arzt den Enddarm vorsichtig ab. So lassen sich Tonus, Druckschmerz und Knoten beurteilen.
  • Anoskopie oder Proktoskopie
    Für eine sichere Hämorrhoiden-Untersuchung wird ein kleines beleuchtetes Röhrchen eingeführt. Es zeigt Lage und Ausmaß der Gefäßpolster und ermöglicht eine genaue Einordnung der Hämorrhoiden-Grade.
  • Weiterführende Untersuchungen bei Bedarf
    Bei unklaren oder wiederkehrenden Blutungen können weiterführende Untersuchungen wie eine Rektoskopie (Spiegelung des Enddarms) oder Koloskopie (Spiegelung des Dickdarms) notwendig sein, um andere Ursachen sicher auszuschließen.

Die Hämorrhoiden-Diagnose verläuft in der Regel ohne Betäubung und dauert nur wenige Minuten. Sie dient vor allem dazu, Beschwerden richtig zuzuordnen und die passende Behandlung einzuleiten.

Arzt und Patient sitzen sich in einer Praxis gegenüber und führen ein Diagnose-Gespräch über Hämorrhoiden.

Hämorrhoidalleiden behandeln

Beschwerden am Enddarm sind gut behandelbar. Ein Hämorrhoidalleiden lässt sich meist mit einfachen Maßnahmen bessern, nur selten ist ein Eingriff nötig. Wer Hämorrhoiden behandeln möchte, verfolgt drei Ziele: die Polster zu entlasten, Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten zu verhindern.

Basistherapie im Alltag

Bewegung, ballaststoffreiche Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr halten als Basistherapie den Stuhl weich und beugen Druck vor. Ebenso wichtig sind kurze Toilettenzeiten und eine entspannte Haltung beim Stuhlgang. Wer das Toilettenverhalten bewusst anpasst, unterstützt die natürliche Funktion der Gefäßpolster und senkt das Risiko erneuter Beschwerden.

Symptomlinderung mit Salben und Zäpfchen

Bei den typischen Beschwerden wie Juckreiz, Brennen oder Nässen helfen Salben oder Zäpfchen aus der Apotheke. Geeignete Optionen sind zum Beispiel Posterisan akut Salbe gegen starken Juckreiz und schmerzhaftes Brennen in akuten Phasen sowie FAKTU lind Hämorrhoidensalbe zur Linderung von Nässen, Brennen, leichten Blutungen und zur Unterstützung der Regeneration.

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Therapien bei anhaltenden Beschwerden

Wenn ein Hämorrhoidalleiden fortbesteht, fortgeschritten ist oder besonders belastende Beschwerden mit anderen Maßnahmen nicht ausreichend gelindert werden können, kommen minimalinvasive Verfahren oder auch eine Hämorrhoiden-Operation in Betracht. Zu den konservativen Behandlungsmöglichkeiten zählen zum Beispiel Gummibandligatur und Sklerosierung. Ziel ist die Verkleinerung der Polster und die Entlastung der Schleimhaut.

Wichtig: Leichte, kurzzeitige Beschwerden und frühe Stadien können eigenverantwortlich durch Basistherapie und unterstützende Produkte aus der Apotheke behandelt werden. Bei Blutungen, Schmerzen oder wiederkehrenden Beschwerden ist jedoch eine ärztliche Abklärung ratsam.

Dauer und Verlauf bei Hämorrhoidalleiden

Die Dauer von Hämorrhoiden-Beschwerden und ihr Verlauf hängen von Grad, Auslösern und Alltag ab. In frühen Phasen macht sich ein Hämorrhoidalleiden oft schubweise bemerkbar und klingt mit Basismaßnahmen ab. Bei vergrößerten Hämorrhoiden höherer Grade bleiben die Symptome meist länger bestehen.

Ein Hämorrhoidalleiden kann sich unter angepasster Ernährung, Bewegung und schonendem Toilettenverhalten spürbar beruhigen. Bleiben Reizungen bestehen, kommen minimalinvasive Verfahren in Betracht; eine Hämorrhoiden-Operation ist eher bei fortgeschrittenen Stadien sinnvoll.

Leichte Beschwerden lassen sich häufig eigenständig mit passenden Produkten aus der Apotheke mildern, etwa mit leicht lindernden und hautschützenden Präparaten wie Posterisan protect. Liegen hingegen Beschwerden wie Juckreiz, leichte Blutungen oder Nässen vor, bietet sich die Anwendung entzündungshemmender Präparate wie FAKTU lind oder bei starkem Juckreiz lokal betäubende Präparate wie Posterisan akut an.

Bessert sich das Bild nicht oder verschlimmern sich die Symptome, ist eine ärztliche Abklärung angezeigt. So wird der Hämorrhoiden-Verlauf korrekt eingeordnet und eine passende Behandlung gewählt. Die Dauer der Hämorrhoiden-Beschwerden variiert, feste Zeitangaben sind daher nicht sinnvoll.

Wann zum Arzt?

  • Blutungen im Analbereich sollten immer einmal ärztlich abgeklärt werden
  • Schmerz spricht nicht typisch für Hämorrhoiden und erfordert eine Untersuchung
  • Andauernde Beschwerden benötigen eine gesicherte Diagnose und Therapieplanung
  • Wiederkehrende Episoden sollten abgeklärt werden, um Ursachen zu erkennen und Rückfälle zu vermeiden

Die Zeit bis zum Termin kann mit symptomlindernden Produkten und Basismaßnahmen überbrückt werden.

Ein Hämorrhoidalleiden ist weit verbreitet und in den meisten Fällen gut behandelbar. Wer früh auf Veränderungen achtet und Beschwerden ernst nimmt, kann den Verlauf günstig beeinflussen und Komplikationen vermeiden. Ein bewusster Lebensstil, regelmäßige Bewegung und die richtige Pflege sind die beste Grundlage, um Hämorrhoiden dauerhaft in Balance zu halten.

Quellen & Fußnoten

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¹ Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie (DGK), S3-Leitlinie Hämorrhoidalleiden (2019)

² R. S. Sandler, A. F. Peery. “Rethinking What We Know About Hemorrhoids”, Clinical Gastroenterology and Hepatology 17, 1 (2019).