Inhalt
Auf einen Blick: Hämorrhoiden-Ursachen
- Hämorrhoiden gehören zu jedem Menschen, Beschwerden entstehen bei verschobenen und vergrößerten Gefäßpolstern
- Schwächeres Gewebe, veränderte Durchblutung und Druck im Enddarm fördern vergrößerte Hämorrhoiden
- Genetische Veranlagung, Lebensstil und Belastung beeinflussen, wie Hämorrhoiden entstehen
- Ballaststoffe essen, genug trinken, richtig auf Toilette gehen und regelmäßig bewegen, um Hämorrhoiden vorzubeugen
- Präventiv wirksame Salben, wie z. B. Posterisan protect, schützen und beruhigen gereizte Haut am After
Häufig gestellte Fragen
Vergrößerte Hämorrhoiden entstehen, wenn das Haltegewebe für diese Gefäßpolster nachgibt und in Richtung Analkanal verschoben wird. Die Gründe dafür sind vielseitig. Häufig wirken genetische Veranlagung, Druckbelastung und ein gestörter Blutabfluss zusammen.
Das geschieht meist schleichend. Über Monate oder Jahre verschieben und vergrößern sich die Polster durch wiederkehrenden Druck, etwa beim Pressen beim Stuhlgang, langen Sitzen oder durch Bindegewebeschwäche.
Ja. Ballaststoffreich essen, genug trinken, sich regelmäßig bewegen und starkes Pressen beim Toilettengang vermeiden. So bleiben Stuhlgang und Gewebe im Gleichgewicht und das Hämorrhoiden-Risiko sinkt.
Ursachen: Wie entstehen Hämorrhoiden?
Die Ursachen von vergrößerten Hämorrhoiden liegen in einem komplexen Zusammenspiel aus Gefäßstruktur und Gewebeveränderung. Fachleute sehen vor allem ein Nachgeben des stützenden Gewebes der Hämorrhoidalpolster als Auslöser. Dadurch können sich die Gefäßpolster mit der Zeit weiter nach außen verlagern. Das Gewebe vergrößert sich, wodurch Beschwerden wie Jucken, Nässen oder Blutspuren auf dem Toilettenpapier auftreten können.
Hämorrhoiden entstehen bei Männern und Frauen gleichermaßen. Unterschiede zeigen sich nur in bestimmten Lebensphasen. Bei Frauen können hormonelle Veränderungen oder eine Schwangerschaft das Gewebe zusätzlich belasten.
Jeder Mensch hat Hämorrhoiden. Diese Gefäßpolster im Analkanal dichten gemeinsam mit verschiedenen Muskeln wie den Schließmuskeln den After ab. Wenn Menschen sagen, sie hätten Hämorrhoiden, sind damit vergrößerte Hämorrhoiden gemeint. Dann sind die Polster überfüllt oder nach unten gerutscht.
Die genauen Ursachen für das Auftreten von vergrößerten Hämorrhoiden sind bis heute nicht vollständig wissenschaftlich belegt. Doch auch wenn die Ursachen noch nicht eindeutig geklärt sind, gibt es verschiedene Einflussfaktoren, die eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Hämorrhoidalleiden spielen.
Solche Hämorrhoiden-Ursachen befördern das Ungleichgewicht zwischen Gefäßfüllung und Gewebehalt. Wird das Haltesystem schwächer und der Druck im Enddarm zu groß, können sich die Polster verlagern. Je nach genetischer Veranlagung geschieht das schneller oder bleibt lange unauffällig. So lässt sich erklären, wie Hämorrhoiden entstehen, nämlich unabhängig von Geschlecht und Alter.
Was verursacht Hämorrhoiden?
Im Kern entsteht ein Hämorrhoidalleiden durch eine Dysbalance in der Aufhängung des Gewebes. Die Aufhängung der Hämorrhoidalpolster besteht aus Muskulatur und elastischen Fasern. Wird das Haltesystem schwächer, treten die Polster stärker hervor und es kommt zu einer krankhaften Vergrößerung und Verlagerung des Gewebes nach unten.
Mikroskopisch zeigen sich Umbauprozesse im Bindegewebe und in der Muskulatur. So erklären sich die Hämorrhoiden-Ursachen aus rein physiologischer Sicht und geben Aufschluss darüber, wie Hämorrhoiden am After entstehen.
Beschwerden frühzeitig lindern
Vergrößerte Hämorrhoiden können Jucken, Brennen oder Nässen verursachen. Eine frühzeitige Behandlung hilft, diese Beschwerden zu mindern und die Haut zu beruhigen. Präparate wie FAKTU lind unterstützen die Regeneration der gereizten Region. Wer bei ersten Anzeichen reagiert, geeignete Maßnahmen umsetzt und die problematischen Hämorrhoiden bei Bedarf behandelt, kann meist verhindern, dass sich die Symptome verstärken.
Risiko: Woher bekommt man Hämorrhoiden?
Ob und wie stark Beschwerden auftreten, hängt nicht nur von den Hämorrhoiden-Ursachen ab, sondern auch davon, wie Hämorrhoiden-Risikofaktoren zusammenwirken. Wer sich fragt, woher Hämorrhoiden kommen oder wie Hämorrhoiden im Alltag entstehen, findet oft die Antwort in der Kombination aus Veranlagung, Druckbelastungen, Stuhlverhalten und Lebensstil.
Wie anfällig jemand für vergrößerte Hämorrhoiden ist, hängt vor allem vom Erbgut ab. Die Gene bestimmen, wie stabil das Gewebe gebaut ist und wie viel Belastung es im Alltag aushält.
Manche Menschen vertragen wiederholtes Pressen oder lange Sitzzeiten, ohne Beschwerden zu entwickeln. Bei anderen reichen schon geringe Druckveränderungen, damit sich die Hämorrhoiden vergrößern und verschieben. Das zeigt sich auch in der Schwangerschaft: Während einige Schwangere trotz hoher Belastung keine Probleme bekommen, reagieren andere bereits früh im Verlauf.
Diese erbliche Voraussetzung prägt, wie stark andere Hämorrhoiden-Risikofaktoren überhaupt wirken. Wer also ein empfindlicheres Gewebe mitbringt, reagiert eher auf zusätzliche Belastungen wie Pressen oder langes Sitzen.
Zu harter Stuhl und starkes Pressen erhöhen den Druck im Enddarm und gehören so zu den Risikofaktoren für vergrößerte Hämorrhoiden. Doch auch zu weicher Stuhl kann die Polster nach unten ziehen und ein Hämorrhoidalleiden begünstigen. Beide Situationen belasten das Gewebe und sind mögliche Ursachen für Hämorrhoiden-Beschwerden.
Ballaststoffarme Ernährung und geringe Trinkmengen führen zu härterem Stuhl. Wer zu wenig Flüssigkeit aufnimmt, muss häufiger pressen. Eine ausgewogene Kost mit Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und ausreichend Wasser (mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich) unterstützt eine regelmäßige Verdauung und kann helfen, das Hämorrhoiden-Risiko zu verringern.
Bewegung fördert die Durchblutung und hält den Darm aktiv. Wer überwiegend sitzt – ob im Büro, im Auto oder auf dem Sofa –, unterbricht diese natürliche Dynamik. Regelmäßiges Aufstehen, Gehen oder leichtes Training stabilisiert den Beckenboden und entlastet die Analregion.
Schweres Heben oder Kraftsport mit sehr schweren Gewichten führen zu Druckspitzen im Bauchraum. Das gilt für berufliche Tätigkeiten ebenso wie für Freizeitaktivitäten. Eine bewusste Atemtechnik und kräftigende Beckenbodenübungen helfen, den Druck auf die Gefäßpolster zu verringern.
In der Schwangerschaft lockern Hormone das Gewebe und die Gebärmutter drückt auf die Beckenvenen. Während der vaginalen Geburt wirken zusätzlich starke Presskräfte. Daher treten Analbeschwerden wie Hämorrhoiden in der Schwangerschaft und Hämorrhoiden nach der Geburt häufiger auf. Nach der Rückbildung normalisiert sich die Situation meist wieder.
Anhaltender Husten, etwa durch Atemwegserkrankungen oder Rauchen, wirkt ähnlich wie wiederholtes Pressen. Die ständigen Druckimpulse beanspruchen die Stützstrukturen am After. Eine gezielte Behandlung der Grunderkrankung kann auch hier das Hämorrhoiden-Risiko senken.
Einige Medikamente – etwa Eisenpräparate, Opiate oder entwässernde Mittel – können Verstopfung begünstigen. Stoffwechsel- oder Gefäßerkrankungen beeinflussen zusätzlich die Gewebestabilität. In solchen Fällen ist eine ärztliche Beratung sinnvoll, um individuelle Risikofaktoren für vergrößerte Hämorrhoiden zu erkennen und auszugleichen.
Mit zunehmendem Alter verliert das Bindegewebe an Elastizität, wodurch die Haltestrukturen der Hämorrhoidalpolster weniger stabil werden. Auch mehr Gewicht im Bauch- und Rumpfbereich erhöht den Druck im Bauchraum und belastet den Beckenboden. Wer Übergewicht reduziert, entlastet die Analregion und senkt das Risiko für vergrößerte Hämorrhoiden.
Die Frage, woher Hämorrhoiden kommen, lässt sich im Einzelfall nur im Zusammenspiel von Anlage und Einflüssen beantworten. Die genetische Prädisposition bildet die Grundlage, auf der alle weiteren Hämorrhoiden-Risikofaktoren wirken.
Wer seine Verdauung unterstützt, sich ausreichend bewegt, einige Verhaltensregeln beim Toilettengang beachtet und auf sein Körpergewicht achtet, kann dazu beitragen, das Hämorrhoiden-Risiko langfristig zu senken – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Beruf.

Hämorrhoiden vorbeugen
Vorbeugung setzt im Alltag an. Wer versteht, wie Hämorrhoiden entstehen, kann Belastungen begrenzen. Hilfreich ist es, die Hämorrhoiden-Ursachen im Blick zu behalten und die Risikofaktoren zu reduzieren.
- Ballaststoffe und Flüssigkeit:
Täglich Vollkorn, Gemüse, Obst und ausreichend Wasser. Das hält den Stuhl weich und senkt die Pressneigung. - Richtiger Toilettengang:
Der Toilettengang sollte weder forciert noch zurückgehalten werden. Dem natürlichen Signal des Körpers sollte nachgegangen werden. Auf der Toilette gilt: nicht pressen, aber auch nicht lange sitzen. Bei Bedarf einen Hocker nutzen, um die Knie zu erhöhen und den After zu entlasten. - Bewegung im Tagesablauf:
Gehen, Radfahren und Treppensteigen fördern Darmtätigkeit und Durchblutung. Stoß- und Drucksportarten wie intensives Joggen, Trampolinspringen oder schweres Krafttraining können die Region belasten, während moderate Bewegung entlastet. - Beckenboden stärken:
Regelmäßige Übungen stabilisieren die Haltestrukturen. Nach Operationen oder Geburten langsam starten und fachlichen Rat einholen. - Heben und Tragen:
Last nah am Körper, mit geradem Rücken und Ausatmen beim Hochgehen. Pressatmung vermeiden. - Husten behandeln:
Lang anhaltender Husten erzeugt Druckspitzen. Eine wirksame Therapie schont das Gewebe am After. - Gewicht im Blick:
Ein Körpergewicht im Normalbereich verringert den Druck im Bauchraum und entlastet den Beckenboden. - Sanfte Analhygiene:
Lauwarmes Wasser, ein Bidet oder eine Po-Dusche reinigen schonend. Weiches, unparfümiertes Toilettenpapier ohne viel Druck nur behutsam verwenden und den Analbereich eher trocken tupfen, um Reibung zu vermeiden.
Die Hämorrhoiden-Ursachen und Risikofaktoren sind vielfältig, doch viele Einflüsse lassen sich steuern. Ein bewusster Lebensstil unterstützt die natürliche Funktion der Gefäßpolster und kann Beschwerden vorbeugen. Wer auf Ernährung, Bewegung, Toilettenverhalten und Körperwahrnehmung achtet, trägt viel dazu bei, dass vergrößerte Hämorrhoiden gar nicht erst entstehen oder erneut Beschwerden bereiten.
Quellen
N. Margetis, „Pathophysiology of internal hemorrhoids“, Annals of Gastroenterology 32, 3 (2019).
T. Zheng et al., „Genome-wide analysis of 944,133 individuals provides insights into the etiology of haemorrhoidal disease“, Gut 70, 8 (2021).
S. De Marco und D. Tiso, „Lifestyle and Risk Factors in Hemorrhoidal Disease“, Frontiers in Surgery 8 (2021).
V. Lohsiriwat, „Hemorrhoids: from basic pathophysiology to clinical management“, World Journal of Gastroenterology 18, 17 (2012).
