Hämorrhoiden Hämorrhoiden behandeln

Eine frühe Behandlung bei vergrößerten Hämorrhoiden hilft, Symptome zu lindern und eine Verschlimmerung zu vermeiden. Das können Sie gegen Ihre Beschwerden tun.

Auf einen Blick: Hämorrhoiden behandeln

  • Vergrößerte Hämorrhoiden im Anfangsstadium können selbst behandelt werden
  • Salben, wie z. B. Posterisan akut, Zäpfchen und Hausmittel helfen bei akuten Problemen
  • Eine Ernährungsanpassung, Bewegung und gute Analhygiene wirken vorbeugend
  • Vergrößerte Hämorrhoiden, die stärkere Beschwerden verursachen, können relativ schonend mit konservativen Therapieansätzen wie Gummibandligatur oder Verödung behandelt werden
  • Bei einem ausgeprägten Hämorrhoidalleiden kann eine Operation erforderlich sein

Häufig gestellte Fragen

Gegen die Symptome von vergrößerten Hämorrhoiden helfen Salben, wie z. B. Posterisan akut oder die FAKTU lind Hämorrhoidensalbe, Zäpfchen, wie z. B. die FAKTU lind Hämorrhoidenzäpfchen und Hausmittel wie Sitzbäder.

Vorbeugend gegen vergrößerte Hämorrhoiden wirken Maßnahmen, die Verstopfung vermindern, wie eine Ernährungsumstellung und regelmäßige Bewegung sowie eine gute Analhygiene.

Sie können im Anfangsstadium vergrößerte Hämorrhoiden selbst behandeln mit Salben und Zäpfchen, wie z. B. der Posterisan akut Salbe, der FAKTU lind Hämorrhoidensalbe oder den FAKTU lind Hämorrhoidenzäpfchen.

Auch Hausmittel wie Sitzbäder und kühlende Kompressen helfen kurzfristig.

Unbehandelte vergrößerte Hämorrhoiden des ersten Grades können sich verschlimmern, weiter voranschreiten und zu Symptomen oder gar Komplikationen führen. Mitunter müssen schwergradige Hämorrhoiden operiert werden.

Anhaltende Symptome wie Juckreiz, Nässen und Blutungen können die Lebensqualität beeinträchtigen.

Eine frühe Behandlung und Vorbeugungsmaßnahmen sind daher wichtig, um ein fortgeschrittenes Hämorrhoidalleiden zu vermeiden.

Vergrößerte Hämorrhoiden: Basistherapie

Hämorrhoiden sind gut durchblutete Gefäßpolster, die im gesunden Zustand keine Beschwerden verursachen. Erst wenn sie krankhaft vergrößert sind, kommt es zu Symptomen wie Juckreiz, Brennen und Nässen. Spätestens dann sollten Hämorrhoiden behandelt werden.

Sind die Beschwerden noch nicht stark ausgeprägt, können Sie vergrößerte Hämorrhoiden mit einer Basistherapie aus Hausmitteln wie Sitzbädern und ersten Maßnahmen behandeln.

Um einer Verschlechterung der Symptome vorzubeugen, sollten Sie Verstopfung vermeiden und den Stuhlgang weich halten. Dazu gehören Ernährungsanpassungen, regelmäßige Bewegung und eine gute Analhygiene.

Bei Juckreiz und leichten Schmerzen

Zur schnellen Linderung akuter Beschwerden empfiehlt sich die Anwendung von Posterisan akut Salbe mit Lidocain. Das lokale Betäubungsmittel verschafft schnelle Hilfe und lindert den unangenehmen Juckreiz. Das Produkt hilft auch gegen Schmerzen im Analbereich, wobei es bei Schmerzen immer ratsam ist, eine ärztliche Diagnose einzuholen.

Hämorrhoiden können ein als schmerzhaft empfundenes Brennen auslösen, was manchmal auch als Hämorrhoiden-Schmerz bezeichnet wird. Ein echter Schmerz ist jedoch kein typisches Symptom für ein reines Hämorrhoidalleiden.

Bei Brennen und leichten Blutungen

Stehen Symptome wie Brennen, leichte Blutungen und Juckreiz bei der Behandlung im Vordergrund, können FAKTU lind Hämorrhoidensalbe und FAKTU lind Hämorrhoidenzäpfchen für Linderung sorgen. Ihr Wirkstoff wird aus Hamamelisblättern und -zweigen gewonnen und hat einen adstringierenden (zusammenziehenden) Effekt, der zusätzlich anti-entzündlich wirkt und Heilungsprozesse unterstützt.

Pflege und Schutz zwischendurch

Schutz und Pflege bei vergrößerten Hämorrhoiden im Anfangsstadium bieten Posterisan protect Salbe und Posterisan protect Zäpfchen. Mit dem Hautschutzkomplex aus Jojoba-Öl und Bienenwachs reduzieren Salbe und Zäpfchen Hämorrhoidalbeschwerden in weniger akuten Phasen und helfen dabei, erneuten Beschwerden vorzubeugen.

Die passende Salbe für jedes Symptom finden

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Alle Präparate können in der Therapie kombiniert werden, sollten aber separat, also zu unterschiedlichen Zeiten (tagsüber oder nachts), verwendet werden, damit sich das volle Wirkspektrum des jeweiligen Präparats entfalten kann.

Achtung: Schmerzen treten in der Regel erst bei vergrößerten Hämorrhoiden in fortgeschrittenen Stadien mit Komplikationen auf, in Kombination mit oder als Symptom einer anderen Analerkrankung, wie z. B. einer Analfissur. Deshalb sollten Sie Schmerzen wie auch alle anderen anhaltenden Beschwerden im Afterbereich grundsätzlich ärztlich abklären lassen.

Hämorrhoiden zurückschieben

Bei aus dem Analkanal heraustretenden Hämorrhoiden, die sich entweder spontan wieder zurückziehen oder die zurück in den Analkanal geschoben werden können, handelt es sich um ein Hämorrhoidalleiden 2. oder 3. Grades.

In diesem Fall kann der Postericare Hämorrhoiden-Stick die Behandlung wirkungsvoll unterstützen: Er ermöglicht das sanfte, hygienische Zurückschieben der vorgefallenen Hämorrhoiden und hält die Hämorrhoiden im Analkanal. Durch das Zurückschieben und Halten der Polster an ihrer natürlichen Position wird das Gewebe weniger Reizungen ausgesetzt, das Risiko für die Entstehung von Beschwerden sinkt und die Rückbildung des angeschwollenen Gewebes wird durch einen verbesserten Flüssigkeitsabfluss unterstützt.

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Mit welchen konservativen Therapien lassen sich vergrößerte Hämorrhoiden behandeln?

Weitere konservative Maßnahmen können in Betracht gezogen werden, wenn:

  • vergrößerte Hämorrhoiden besonders belastende Beschwerden auslösen
  • die Symptome sich trotz erster Maßnahmen weiter verschlimmert haben
  • die Behandlung von vergrößerten Hämorrhoiden mit Salben, Zäpfchen und Hausmitteln keinen ausreichenden Erfolg zeigte

Hierzu zählen minimalinvasive Methoden, die das Hämorrhoidengewebe größtenteils erhalten. Durch eine frühzeitige konservative Behandlung lässt sich eine Verschlechterung des Zustandes vermeiden, ohne dass eine Hämorrhoiden-Operation nötig wird.

Die Vorteile dieser Verfahren: Sie gelten als schonend, sind überwiegend schmerzarm und benötigen in der Regel keine Narkose oder lokale Betäubung.

Die Nachteile: Nach diesen Eingriffen können sich Hämorrhoiden wieder vergrößern. Häufig muss der Eingriff nach mehreren Wochen wiederholt werden.

Hämorrhoiden veröden (Sklerosierung)

Eine solche konservative Behandlungsmöglichkeit ist, Hämorrhoiden zu veröden (Sklerosierung). Dabei wird ein Medikament in den Hämorrhoidalknoten gespritzt. Dadurch stirbt etwas Gewebe ab und der Knoten schwillt ab.

Der Eingriff wird ambulant durchgeführt, ist nahezu schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Meist sind mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen notwendig, um ein dauerhaftes Ergebnis zu erzielen. Die Sklerosierung eignet sich vor allem für die Behandlung von Hämorrhoiden im Frühstadium (Grad 1–2).

Infrarotbehandlung

Bei der Infrarotbehandlung kommt Hitze (durch Infrarotlicht) zum Einsatz. Das Gewebe der Schwellung vernarbt dadurch und bildet sich zurück.

Die Methode ist besonders schonend, weil keine Schnitte erforderlich sind. Leichte Schmerzen oder ein Wärmegefühl können nach der Behandlung auftreten, klingen aber rasch wieder ab. Die Infrarotbehandlung eignet sich vor allem bei kleineren Hämorrhoiden des 1. und 2. Grades oder zur Nachbehandlung nach anderen Verfahren.

Gummibandligatur

Das erfolgversprechendste ärztliche Verfahren bei vergrößerten Hämorrhoiden ist die Gummibandligatur (GBL).¹ Sie ist eine der am häufigsten angewendeten Methoden bei Hämorrhoiden im mittleren Stadium (Grad 2–3). Dabei legt die Ärztin oder der Arzt ein Gummiband um die Schwellung. Durch die unterbundene Blutversorgung stirbt das Gewebe nach einigen Tagen ab und wird beim Stuhlgang unbemerkt ausgeschieden.

Der Eingriff ist in der Regel schmerzarm und erfolgt ambulant. Manche Patientinnen und Patienten verspüren nach der Behandlung vorübergehend ein leichtes Druckgefühl. Oft genügt eine einzige Sitzung, in manchen Fällen werden mehrere Knoten nacheinander behandelt.

Hämorrhoiden-Arterien-Ligatur (HAL)

Es ist zudem möglich, gezielt die Gefäße, die zu den Hämorrhoiden führen, mit einer Naht abzuschnüren. Dieser Eingriff ist etwas aufwendiger und wird Hämorrhoiden-Arterien-Ligatur (HAL) genannt.

Durch die unterbrochene Blutzufuhr schrumpfen die Hämorrhoiden nach und nach, ohne dass empfindliches Gewebe entfernt werden muss. Diese Behandlung ist minimalinvasiv, erfolgt meist unter leichter Betäubung und kann unter bestimmten Voraussetzungen bei Hämorrhoiden mittleren Grades (bis Grad 3) empfohlen werden.

Vergrößerte Hämorrhoiden operieren

Bei der Behandlung stark ausgeprägter Hämorrhoiden des 3. oder 4. Grades oder bei einem Hämorrhoidalleiden, bei dem alle vorherigen Therapieoptionen versagt haben, kann ein chirurgischer Eingriff nötig werden. Dabei wird das geschädigte Hämorrhoidengewebe unter einer Teil- oder Vollnarkose operativ entfernt.

Zu den Risiken einer Hämorrhoiden-Operation zählen Schmerzen, Nachblutungen und Wundinfekten nach dem Eingriff; die Arbeitsunfähigkeit danach dauert durchschnittlich ein bis vier Wochen.² Die Rückfallquote fällt im Vergleich zu konservativen Verfahren aber deutlich geringer aus.³

Quellen & Fußnoten

Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie (DGK), S3-Leitlinie Hämorrhoidalleiden (2019) S. 63 (Kap. 4: „Konservative Therapie/4.4. Gummiband-Ligatur“), S. 15 (Komplikationen nach konventioneller Hämorrhoiden-Operation)

A.T. Hawkins et al., „The American Society of Colon and Rectal Surgeons Clinical Practice Guidelines for the Management of Hemorrhoids“, Diseases of the Colon & Rectum 67, 5 (2024).

L. Quan et al., „Comparison of efficacy and safety between surgical and conservative treatments for hemorrhoids: a meta-analysis“, BMC Gastroenterology 25, 1 (2025).

P. Alonso-Coello, E. Mills, D. Heels-Ansdell et al., „Fiber for the treatment of hemorrhoids complications: a systematic review and meta-analysis“, American Journal of Gastroenterology 101, 1 (2006).

P. Sheikh, V. Lohsiriwat und Y. Shelygin, „Micronized Purified Flavonoid Fraction in Hemorrhoid Disease: A Systematic Review and Meta-Analysis“, Advances in Therapy 37, 6 (2020).

S.I. Kang, „Latest Research Trends on the Management of Hemorrhoids“, Journal of the Anus, Rectum and Colon 9, 2 (2025).

D. van de Hoef und A. Hogan, „Haemorrhoidal Artery Ligation Compared to Alternative Surgical Techniques for the Treatment of Grade II–IV Haemorrhoids: A Systematic Review“, Journal of Mind and Medical Sciences 10 (2023).

¹ Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie (DGK), S3-Leitlinie Hämorrhoidalleiden (2019) S. 63 (Kap. 4: „Konservative Therapie/4.4. Gummiband-Ligatur“).

² Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie (DGK), S3-Leitlinie Hämorrhoidalleiden (2019) S. 70.

³ L. Quan et al., „Comparison of efficacy and safety between surgical and conservative treatments for hemorrhoids: a meta-analysis“, BMC Gastroenterology 25, 1 (2025).