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Blut im Stuhl bei Frauen
Blut im Stuhl kann viele Ursachen haben. Wie kommt es dazu und was müssen Sie beachten?
Zu Blut im Stuhl bei FrauenBlut im Stuhl kann sehr verunsichernd sein. Auch wenn meist keine ernsthafte Erkrankung dahintersteckt, sollten Sie blutigen Stuhlgang immer ärztlich abklären lassen. Wir erklären Ihnen, warum.
Geprüft von: Dr. Felix Friedrich, Senior Medical Advisor, DR. KADE Health Care, Berlin
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Blut im Stuhl kann unterschiedliche Ursachen haben, von vergrößerten Hämorrhoiden und Afterverletzungen bis hin zu ernsthaften Darmerkrankungen
Salben, wie z. B. FAKTU lind Hämorrhoidensalbe, können leichte Blutungen bei Hämorrhoiden lindern
Die Farbe des Bluts kann Aufschluss geben über den Bereich des Verdauungstrakts, in dem die Blutung entstanden ist
Hellrotes Blut im Stuhl weist auf frisches Blut aus dem Enddarm oder Afterbereich hin
Dunkelrotes und schwarzes Blut stammt meist aus den oberen Teilen des Verdauungssystems
Blut im Stuhl sollte immer ärztlich abgeklärt werden
Blut im Stuhl ist häufig sichtbar als hell- oder dunkelrote Spur auf dem Toilettenpapier, am oder im Stuhlgang oder in der Toilette. Okkultes (nicht sichtbares) Blut kann mit einem Stuhltest nachgewiesen werden.
Um sicherzugehen, sollten Sie einen Verdacht auf Blut im Stuhl immer ärztlich abklären lassen.
Blut im Stuhl kann hellrot, dunkelrot, schwarz oder nicht sichtbar (okkult) sein.
Es kann auf dem Stuhl aufliegen oder mit dem Stuhl vermischt sein sowie als Spur oder Tropfen am Toilettenpapier oder in der Toilette auftreten.
Blut im Stuhl, egal in welcher Menge, ist grundsätzlich nicht normal und sollte immer ärztlich abgeklärt werden.
In vielen Fällen wird die Blutung von eher harmlosen Ursachen wie kleinen Verletzungen im Analbereich, Analfissuren oder vergrößerten Hämorrhoiden verursacht. Platzt eine Analvenenthrombose, kann die Blutmenge größer ausfallen.
Es können aber auch ernsthaftere Krankheiten dahinterstecken.
Blut im Stuhl kann in seltenen Fällen auf eine gefährliche Krankheit hinweisen, wenn es z. B. nicht von einer oberflächlichen Verletzung am After oder einer vergrößerten Hämorrhoide herrührt.
Da Blut im Stuhl unterschiedliche Ursachen haben kann, sollten Sie für die Diagnose eine Arztpraxis aufsuchen.
Blut im Stuhl kann, je nach Ursache, aus unterschiedlichen Bereichen des Verdauungsapparats, wie After, Darm, Magen oder der Speiseröhre, kommen.
Die Ursachen für Blut im Stuhl können von oberflächlichen Verletzungen am After und vergrößerte Hämorrhoiden über Entzündungen, Infekte, Darmpolypen, Autoimmunerkrankungen bis hin zu Tumoren reichen.
Blut im Stuhl bei Darmkrebs kann, je nach Position des Tumors, unterschiedliche Farben annehmen.
So kann das Blut bei Krebs im unteren Dick- oder Enddarm hellrot, weiter oben im Darm dunkelrot und im oberen Dick- und Dünndarm schwarz aussehen.
Außerdem kann das Blut im Stuhl okkult (nicht sichtbar) sein.
Lebensmittel können kein Blut im Stuhl verursachen. Bestimmte Lebensmittel können den Stuhl jedoch vorübergehend verfärben. Das hat keinen Krankheitswert.
Rote Bete, manche rote Beeren, Traubensaft und Rotwein können den Stuhl rot verfärben, Heidelbeeren und Lakritze können für bläulich-schwarzen Stuhl sorgen und Eisenpräparate dem Stuhl eine schwarze Färbung geben.
Bei Blut im Stuhl machen sich die meisten Betroffenen Sorgen. Verständlich: Blutiger Stuhlgang kann auf sehr ernsthafte Erkrankungen hinweisen. Außerdem lösen Probleme beim Stuhlgang bei vielen Menschen Scham und Unbehagen aus. Doch das sollte niemanden davon abhalten, sich mit diesem für die langfristige Gesundheit und Lebensqualität so wichtigen Thema auseinanderzusetzen.
Vielleicht hilft es zu wissen, dass Blut beim Stuhlgang in vielen Fällen von veränderten und vergrößerten Hämorrhoiden ausgelöst wird.
Weitere Ursachen von Blut im Stuhl können sein:
Analfissuren oder eingerissene Analekzeme
Verletzungen/Reizungen/Entzündungen der Darm- oder Analschleimhaut durch harten oder aggressiven Stuhlgang, beispielsweise verursacht durch scharfe Gewürze, ballaststoffarme Ernährung, hohen Alkoholkonsum oder Medikamenteneinnahme, sowie mechanische Verletzungen durch z. B. Analsex
Analvenenthrombose
Magen-Darm-Infekte (ausgelöst z. B. durch Salmonellen oder E. coli-Bakterien)
Blutungen nach proktologischen Untersuchungen und Eingriffen (z. B. analer PAP-Test oder Gummibandligatur)
Zu den ernsthafteren Erkrankungen, die Blut im Stuhl verursachen können, gehören:
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
Darmpolypen (gutartige Schleimhautwucherungen, Krebsvorstufen)
Divertikel (Ausstülpungen der Darmwand)
Blutungen oder Entzündungen im Dick-/End-/Mastdarm, Magen, Zwölffingerdarm oder in der Speiseröhre
Magengeschwüre
Tumoren im Darm, Zwölffingerdarm-, Magen- oder Speiseröhrenkrebs
Übrigens: Blut im Stuhl tritt bei Frauen wie bei Männern ungefähr gleichermaßen oft auf.1 Auch die Ursachen von Blut im Stuhl unterscheiden sich in den meisten Fällen nicht zwischen Mann und Frau. In einigen Fällen kann das Symptom jedoch frauenspezifische Gründe, wie z. B. Endometriose, haben.
Die Farbe, Konsistenz und Menge sowie die Umstände und Begleitsymptome des blutigen Stuhlgangs können einen Hinweis darauf geben, wo im Verdauungsapparat die Blutung entstanden ist und welche Ursache dahinterstecken könnte. Eine genaue Diagnose kann allerdings nur durch Ärzt:innen erfolgen.
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Helles Blut an der Oberfläche des Stuhls oder frisches Blut am Toilettenpapier nach dem Stuhlgang deutet in der Regel auf eine frische Blutung im unteren Enddarm oder After hin.
Verursacht das helle Blut im Stuhl keine Schmerzen, handelt es sich meist um vergrößerte blutende Hämorrhoiden oder kleinere oberflächliche Verletzungen in der Analhaut, die beim Stuhlgang, vor allem beim Pressen, gereizt werden.
Hellrotes Blut im Stuhl, begleitet von Schmerzen beim Stuhlgang oder Abwischen, lassen eher auf eine Analfissur, also einen Riss in der empfindlichen Analhaut, schließen.
Bei Hämorrhoiden können Salben und Zäpfchen weiterhelfen. Die FAKTU lind Salbe und die FAKTU lind Zäpfchen wirken gegen leichtere Blutungen im Analbereich und reduzieren zusätzliche Symptome wie Juckreiz, Brennen und Nässen mit dem entzündungshemmenden und zusammenziehenden Wirkstoff Hamamelis.
In besonders akuten Phasen von Blutungen, die von starkem Juckreiz und Schmerzen begleitet werden, kann die Posterisan akut Salbe eingesetzt werden: Ihr Wirkstoff Lidocain sorgt für eine schnelle Linderung und kann die Zeit bis zum Termin in der Arztpraxis überbrücken.
Neben Blutungen sollten auch Schmerzen im Analbereich immer ärztlich überprüft werden. Oft denken Betroffene bei Schmerzen an vergrößerte Hämorrhoiden, die aber nur in seltenen Fällen Schmerz als Symptom verursachen. Wahrscheinlich liegt eine andere Analerkrankung vor, weshalb ein Besuch in der Arztpraxis ratsam ist.
Dunkles Blut im Stuhl spricht häufig für eine Ursache, die weiter oben im Darm verortet ist, wie z. B. Darmpolypen, Divertikelerkrankungen oder Darmtumoren. Hier ist das Blut dunkelrot und mit Stuhlgang und/oder Schleim vermischt.
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Schleimiger, blutiger Durchfall kann ein Symptom einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung wie Colitis ulcerosa sein. Diese Autoimmunerkrankung entwickelt sich meist zuerst im Enddarm in Form einer Proktitis (Enddarmentzündung) und kann sich bis auf den gesamten Dickdarm ausbreiten.
Seltener kann Morbus Crohn, eine weitere chronisch entzündliche Darmerkrankung, die hauptsächlich den Dünndarm betrifft, zu blutigen Durchfällen führen. Begleitsymptome bei beiden Erkrankungen sind ausgeprägte Bauchkrämpfe.
Dunkles Blut im Stuhl, z. B. in Form von blutigen Durchfällen, kann vorübergehend auch bei Magen-Darm-Infekten auftreten, häufig in Begleitung von Übelkeit, Erbrechen und Fieber.
Analvenen am Rand des Afters enthalten, wie alle Venen, sauerstoffarmes, dunkelrotes Blut. Manchmal bildet sich hier eine Analvenenthrombose, die platzen kann. Das ist zwar relativ harmlos, kann aber nach viel dunkelrotem Blut am Stuhl oder in der Toilette aussehen.
Ist der Stuhlgang schwarz, könnte es sich um schwarzes Blut im Stuhl, auch Teerstuhl genannt, handeln. Das ist geronnenes Blut, das aus den oberen Regionen des Verdauungstrakts kommt.
Ursachen hierfür können sein:
Tumoren im oberen Verdauungstrakt
Schwarzes Blut im Stuhl ist immer ein Alarmzeichen, das eine sofortige ärztliche Abklärung erfordert. Bei Begleitsymptomen wie Übelkeit, Erbrechen von Blut, Herzrasen und Kreislaufproblemen muss umgehend der Notarzt gerufen werden!
Okkultes Blut im Stuhl ist Blut, das mit dem bloßen Auge nicht sichtbar ist und nur durch eine Stuhlprobe, z. B. im Rahmen der Darmkrebsvorsorge, entdeckt wird. Wird der Blutfarbstoff Hämoglobin im Stuhl nachgewiesen, kann das auf entzündliche Veränderungen der Schleimhaut oder Gefäße im Darmbereich, aber auch auf Darmkrebs oder Krebsvorstufen hinweisen.
Übrigens: Der immunologische Test auf verstecktes (okkultes) Blut im Stuhl (iFOBT) ist Teil der deutschlandweit durchgeführten Darmkrebsfrüherkennung, die ab 50 Jahren empfohlen wird und alternativ zu einer Darmspiegelung durchgeführt werden kann (bei familiär vorbelasteten Menschen wird ein früherer Vorsorgestart schon ab 30 Jahren empfohlen).
Blutiger Stuhlgang kommt häufiger vor, als man vielleicht denkt. Schätzungen zufolge sind davon viele Millionen Menschen in Deutschland jedes Jahr betroffen und nur ein geringer Teil lässt Blutspuren ärztlich abklären.
Dabei sind Scham oder Verdrängung in diesem Fall überhaupt nicht angebracht. Für Ärztinnen und Ärzte ist Blut im Stuhl ein alltägliches Problem, das zeitnah untersucht werden muss, um ernsthafte Krankheiten auszuschließen, bzw. frühzeitig zu diagnostizieren. Das ist vor allem bei Krebsvorstufen im Darm sehr wichtig, um rechtzeitig reagieren zu können. Denn Darmkrebs gilt als gut behandelbar, wenn er früh entdeckt wird.
Doch auch im Vergleich dazu harmlose gesundheitliche Einschränkungen wie veränderte oder vergrößerte Hämorrhoiden oder eine Analfissur sollten medizinisch versorgt werden, damit keine größeren Probleme entstehen können.
Lassen Sie also bitte in jedem Fall Blut im Stuhl ärztlich abklären, vor allem, wenn kein bekanntes Hämorrhoidalleiden vorliegt.
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Insbesondere wenn Sie folgende Symptome bei sich beobachten, sollten Sie so schnell wie möglich Ihre Hausarztpraxis aufsuchen:
Stärkere, anhaltende oder wiederkehrende Blutungen
Schwarzer Stuhl (Teerstuhl)
Blutiger Durchfall
Begleiterscheinungen wie Fieber, Schwindel oder Bauchschmerzen
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Mit unserem Po-Journal halten Sie eine Woche lang Stuhlgang, Konsistenz und auffällige Blutspuren fest. So haben Sie im Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt konkrete Angaben zur Hand.
Da bei Blut im Stuhl ganz unterschiedliche Gründe vorliegen können, wird die Ärztin oder der Arzt zunächst einmal feststellen wollen, wo die Quelle der Blutung liegt.
Zu den Erstuntersuchungen bei Blut im Stuhl zählen:
Anamnese (Vorgespräch zu Aussehen, Menge und Häufigkeit von blutigem Stuhlgang sowie Begleitbeschwerden, weiteren Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Ernährung und genetischer Vorbelastung für Darmkrebs)
iFOBT (immunologischer Stuhltest in Form einer Stuhlprobe)
Proktoskopie bzw. Anoskopie (Untersuchung des Analkanals)
Rektoskopie (Untersuchung des unteren Enddarms)
Erfolgt bei den Erstuntersuchungen keine Diagnose, können weiterführende Untersuchungen genutzt werden:
Koloskopie (Darmspiegelung: endoskopische Untersuchung des Afters, Enddarms, Dickdarms und Teilen des Dünndarms)
Gastroskopie (Magenspiegelung: endoskopische Untersuchung des oberen Verdauungstrakts von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm)
High-Resolution-Anoskopie (HRA: hochauflösende Darstellung des Analkanals)
Doppelballon-Enteroskopie (DBE: endoskopische Untersuchung des Dünndarms)
Kapselendoskopie (endoskopische Untersuchung des Dünndarms mittels einer Videokapsel)
Roter oder sehr dunkler Stuhlgang rührt nicht immer von Blut im Stuhl her. Oft kommt es zu einer vorübergehenden Verfärbung des Stuhlgangs aufgrund der Ernährung oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente.
So können Rote Bete, manche Sorten von roten Beeren, Traubensaft oder Rotwein den Stuhlgang rot verfärben, während der Stuhlgang beim Genuss von Lakritze und Heidelbeeren dunkelblau werden kann. Und Eisenpräparate können für sehr dunklen, bzw. schwarzen Stuhl sorgen.
Dr. Felix Friedrich arbeitet seit über 10 Jahren in verschiedenen Positionen in der pharmazeutischen Industrie. Seit mehr als 8 Jahren ist er Medical Advisor bei DR. KADE Health Care. Dabei betreut er unter anderem die Produkte aus der Proktologie und der Gastroenterologie und stellt sicher, dass Inhalte auf pogesund.de medizinisch-wissenschaftlich korrekt sind.
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A.O. Sabry und T. Sood, „Rectal Bleeding“, in: StatPearls (2023) (abgerufen am 17.11.2025).
I.M. Obeidat et al., „Evaluating the necessity of colonoscopy in patients under 40 with rectal bleeding: insights from a large-scale retrospective analysis“, in: Int J Colorectal Dis 39, 1 (2024).
M. Olde Bekkink et. al., „ Diagnostic accuracy systematic review of rectal bleeding in combination with other symptoms, signs and tests in relation to colorectal cancer“, in: British Journal of Cancer (2009).
S.R. Daram et al., „Anorectal bleeding: etiology, evaluation, and management (with videos)“, in: Gastrointestinal Endoscopy 76, 2 (2012).