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Hämorrhoiden behandeln: Das sollten Sie wissen
Salben, Hausmittel, Verödung und mehr: Diese Therapieoptionen haben Sie bei vergrößerten Hämorrhoiden.
Jetzt Hämorrhoiden behandeln!Verstopfung oder Durchfall können Symptom und Ursache zugleich sein. Bei welchen Analkrankheiten treten sie auf? Und wann ist ein Besuch beim Arzt notwendig?
Geprüft von: Dr. Felix Friedrich, Senior Medical Advisor, DR. KADE Health Care, Berlin
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Verstopfung (Obstipation) bedeutet erschwerte Stuhlentleerung über längere Zeit, meist mit hartem Stuhl und starkem Pressen.
Häufig wiederkehrende oder gar chronische Verstopfung gilt als wichtiger Risikofaktor für vergrößerte Hämorrhoiden.
Durchfall entsteht häufig durch Infektionen, kann aber auch mit Erkrankungen im Analbereich oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zusammenhängen.
Durchfall ist ebenfalls ein Risikofaktor für die Entstehung eines Hämorrhoidalleidens.
Bei akuten Hämorrhoidenbeschwerden können Salben mit Lidocain, z. B. Posterisan akut, Juckreiz und schmerzhaftes Brennen schnell lindern.
Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung können z. B. beim Reizdarmsyndrom oder bei einer sogenannten paradoxen Diarrhö auftreten
Häufige Ursachen sind ballaststoffarme Ernährung, wenig Bewegung, unterdrückter Stuhldrang oder Veränderungen im Alltag. Auch Medikamente oder bestimmte Erkrankungen können Verstopfung auslösen.
Ja. Durchfall ist schlecht für das Hämorrhoidalgewebe. Fehlt dem Stuhl an Struktur, entleeren sich die Hämorrhoidalpolster beim Stuhlgang nicht komplett und der flüssige Stuhl zieht das Gewebe beim Vorbeifließen mit nach unten. Das wird auch dadurch begünstigt, dass zu flüssiger Stuhl mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit ausgeschieden wird.
Wenn Durchfall oder Verstopfung länger anhalten oder Symptome wie Schmerzen, Blutungen oder schwerer Durchfall auftreten, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Unter einer chronischen Verstopfung (Obstipation) verstehen Fachleute eine erschwerte Stuhlentleerung. Betroffene leiden dabei mindestens drei Monate an hartem Stuhl und haben das Bedürfnis, beim Stuhlgang stark zu pressen, um den Darm zu entleeren. Darüber hinaus ist eine Stuhlfrequenz von weniger als dreimal pro Woche typisch für Verstopfung.
Hämorrhoiden können sich durch diesen dauerhaften Druck beim Pressen oder langem Sitzen auf der Toilette vergrößern; wiederkehrende oder gar chronische Verstopfung sind deshalb ein Risikofaktor für das unangenehme Hämorrhoidalleiden.
Die Ursachen für Verstopfung sind vielfältig. Fachleute unterscheiden die primäre Verstopfung, die häufig vom Lebensstil geprägt ist, von sekundärer Verstopfung, die zum Beispiel durch Medikamente oder bestehende Grunderkrankungen ausgelöst wird. Verstopfung kann sowohl Ursache als auch Folge einer Erkrankung sein.
Ursachen für primäre Verstopfung:
geringe Zufuhr von Ballaststoffen über die Nahrung
zu geringe Trinkmenge
wenig körperliche Bewegung
plötzlich veränderte Lebensumstände
bewusstes Unterdrücken des Stuhlgangs
Ursachen für sekundäre Verstopfung:
Medikamente
hormonelle Veränderungen, zum Beispiel in der Schwangerschaft
Nervenerkrankungen, wie zum Beispiel Multiple Sklerose oder Demenz
Diabetes
Darmpolypen
Reizdarmsyndrom
Verstopfung ist aber nicht nur Risikofaktor für Hämorrhoiden, sondern kann auch andere Analbeschwerden auslösen.
Verstopfung ist ein häufiger Auslöser einer Analfissur oder eines Afterrisses, kann aber auch Symptom der Erkrankung sein. Wenn der Stuhl sehr hart ist, hat man oft das Bedürfnis, stark zu pressen. Dies führt in manchen Fällen zu einem sehr schmerzhaften Riss der feinen Afterhaut. Manche Betroffene möchten diese Schmerzen vermeiden und versuchen daher, den nächsten Gang zur Toilette so lange es geht hinauszuzögern. Dies führt zu einem Teufelskreis, denn je länger der Stuhlgang aufgrund der schmerzhaften Analfissur unterdrückt wird, desto fester wird er und verursacht beim Entleeren wiederum starke Schmerzen.
Verstopfung kann bei Analkrebs auftreten: Neben Beschwerden wie Schmerzen beim Stuhlgang, Juckreiz, Nässen, Brennen, Blutungen und Abgeschlagenheit bemerken Betroffene in vielen Fällen auch auffällig geformten Stuhl, Stuhlunregelmäßigkeiten oder Verstopfung. Der Grund für die Verstopfung ist, dass der Transport im Analkanal durch den Tumor behindert ist und sich Stuhl anstaut.
Auch Durchfall ist ein Symptom, das viele unterschiedliche Ursachen haben kann. Meistens ist Durchfall ein Symptom einer Magen-Darm-Infektion, die durch Viren hervorgerufen wird. Auch Bakterien, wie etwa Salmonellen in verunreinigten Lebensmitteln oder Kolibakterien, sowie bestimmte Parasiten können Durchfall auslösen.
Auch Erkrankungen im Analbereich können mit Durchfall in Verbindung stehen.
Hierzu zählen unter anderem chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, die außerdem mit einem erhöhten Risiko für Analabszesse und in der Folge auch für Analfisteln einhergehen. Typisch für die Krankheit Morbus Crohn sind Unterbauchschmerzen auf der rechten Seite und Durchfall. Er enthält selten auch Blut. Bei Colitis ulcerosa fallen die Durchfälle meist stärker und häufiger aus: im Krankheitsschub mehr als sechsmal pro Tag. Sie sind in vielen Fällen blutig und schleimig.
Stellen Fachleute einen Analabszess oder eine Analfistel fest und haben die Betroffenen neben der diagnostizierten Analerkrankung häufiger Durchfall oder andere Symptome, wird geprüft, ob eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung die Ursache sein könnte.
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Welche Lebensmittel guttun, wie Sie den Flüssigkeitsverlust ausgleichen und die gereizte Haut schonen: die zentralen Alltagstipps bei Durchfall kompakt auf einer Seite, zum Ausdrucken und Mitnehmen.
Hämorrhoiden sind natürlich vorkommende Gefäßpolster im Enddarm, die sich unmittelbar oberhalb des Darmausgangs befinden. Sie sind Teil eines komplexen Verschlusssystems und erfüllen im gesunden Zustand eine wichtige Funktion: Sie unterstützen die Feinkontinenz, also die Fähigkeit, Stuhl, Winde und Flüssigkeiten sicher zurückzuhalten. Erst wenn diese Gefäßpolster krankhaft vergrößert sind und Beschwerden verursachen, spricht man von einem Hämorrhoidalleiden. Typische Symptome sind Juckreiz, Nässen oder Brennen am After.
Durchfall und Hämorrhoiden stehen in einem wechselseitigen Zusammenhang. Einerseits kann häufig wiederkehrender oder anhaltender Durchfall die Entstehung oder Verschlimmerung eines Hämorrhoidalleidens begünstigen: Der häufige, weiche Stuhlgang zieht die Hämorrhoidalpolster mit nach unten und reizt die empfindliche Schleimhaut im Analbereich. Andererseits kann ein ausgeprägtes Hämorrhoidalleiden selbst zu veränderten Stuhlgewohnheiten beitragen. Zudem führt häufiges Abwischen zu mechanischer Reizung der ohnehin beanspruchten Haut rund um den After.
Besonders problematisch ist, dass sich Durchfall und Hämorrhoidenbeschwerden gegenseitig verstärken können. Vergrößerte Hämorrhoiden können die Schleimhaut reizen und so das Gefühl verstärken, häufiger zur Toilette zu müssen – ein Kreislauf, der ohne gezielte Behandlung schwer zu durchbrechen ist.
Bei akuten Hämorrhoidenbeschwerden wie Juckreiz oder schmerzhaftem Brennen kann z. B. Posterisan akut schnell helfen: Der Wirkstoff Lidocain betäubt die betroffene Stelle lokal und wirkt zuverlässig innerhalb von 30 Minuten.1 Wer lieber auf eine pflanzliche Lösung setzt, greift zu FAKTU lind – der Wirkstoff Hamamelis lindert sanft Jucken, Nässen und Brennen, hemmt Entzündungen, stillt leichte Blutungen und beruhigt gereizte Haut. Beide Präparate lassen sich gut kombinieren, zum Beispiel Posterisan akut tagsüber und FAKTU lind Zäpfchen für die Nacht.
Manche Menschen leiden an Durchfall und Verstopfung im Wechsel. Das kann verschiedene Ursachen haben – von mechanischen Verengungen im Darm bis hin zu funktionellen Störungen.
Ein bekanntes Phänomen in diesem Zusammenhang ist die sogenannte paradoxe Diarrhö. Sie tritt auf, wenn der Stuhl im letzten Dickdarmabschnitt aufgrund einer Verengung (zum Beispiel durch ein Analkarzinom) nur schwer weitertransportiert werden kann. Der Stuhl dickt immer weiter ein und wird fest – bis hin zur Verstopfung. Nach einiger Zeit verflüssigen Darmbakterien Teile des festen Stuhls und die Betroffenen bekommen plötzlich Durchfall. Dieser meist übel riechende Stuhl wechselt sich beim Stuhlgang dann mit festen Stuhlabschnitten ab.
Auch das Reizdarmsyndrom kann sich durch einen Wechsel von Durchfall und Verstopfung äußern – medizinisch spricht man dann vom Mischtyp (IBS‑M). Anders als bei der paradoxen Diarrhö liegt beim Reizdarmsyndrom keine nachweisbare strukturelle oder biochemische Erkrankung zugrunde; vielmehr handelt es sich um eine funktionelle Störung des Darms. Eine überempfindliche Darm-Hirn-Achse spielt dabei eine zentrale Rolle: Der Darm reagiert bei Betroffenen übermäßig stark auf Reize, die gesunde Menschen kaum wahrnehmen. Diese sogenannte viszerale Hypersensitivität gilt als ein Kernmechanismus des Reizdarmsyndroms.
Stress, bestimmte Lebensmittel, hormonelle Schwankungen oder auch Schlafmangel können die Beschwerden auslösen oder verstärken. Neben dem typischen Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung berichten viele Betroffene über Blähungen, Bauchkrämpfe und das Gefühl, den Darm nach dem Stuhlgang nicht vollständig entleert zu haben. Die Beschwerden verlaufen häufig in Schüben und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, wobei auch beschwerdefreie Phasen auftreten können.
Da die Symptome des Reizdarmsyndroms denen anderer, teils ernsterer Erkrankungen stark ähneln, ist eine ärztliche Untersuchung unbedingt empfehlenswert, um andere Ursachen zuverlässig auszuschließen.
Beschwerden im Analbereich sind für viele Menschen ein schwieriges Thema. Obwohl die Lebensqualität deutlich eingeschränkt sein kann und die belastenden Symptome, wie zum Beispiel Juckreiz oder Schmerzen, manchmal nur schwer zu ertragen sind, zögern manche den Gang zur Ärztin oder zum Arzt hinaus.
Bei lang anhaltenden Analbeschwerden und vor allem bei Blutungen und Schmerzen ist es aber wichtig, ärztlichen Rat zu suchen. Ein Analabszess zum Beispiel kann sich unbehandelt zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung entwickeln und muss deshalb schnellstmöglich medizinisch versorgt werden.
Bei schwerem, teilweise auch blutigem Durchfall und gleichzeitig auftretenden starken Bauchschmerzen sowie Schwindel oder Verwirrtheit ist es ebenfalls ratsam, schnell eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen. Dies gilt besonders für Kinder, Ältere, Immungeschwächte sowie Schwangere. Halten Verstopfung und/oder Durchfall an, kann dies auf eine von vielen Analkrankheiten hindeuten und erfordert ärztliche Hilfe.
Dr. Felix Friedrich arbeitet seit über 10 Jahren in verschiedenen Positionen in der pharmazeutischen Industrie. Seit mehr als 8 Jahren ist er Medical Advisor bei DR. KADE Health Care. Dabei betreut er unter anderem die Produkte aus der Proktologie und der Gastroenterologie und stellt sicher, dass Inhalte auf pogesund.de medizinisch-wissenschaftlich korrekt sind.
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A.C. Ford et al., „Irritable bowel syndrome“, in: Lancet 396, 10263 (2020).
* nach verkauften Hämorrhoidensalben (IH-Galaxy Apo-Fusion 08/2026)