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Hämorrhoiden behandeln: Das sollten Sie wissen
Salben, Hausmittel, Verödung und mehr: Diese Therapieoptionen haben Sie bei vergrößerten Hämorrhoiden.
Jetzt Hämorrhoiden behandeln!Juckreiz am After kann plötzlich oder schleichend entstehen. Mehr über typische Auslöser erfahren und passende Maßnahmen kennen lernen, wie sich Beschwerden beruhigen lassen.
Geprüft von: Dr. med. Johannes Jongen, Proktologe, Kiel
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Juckreiz am After gehört zu einem analen Symptomkomplex – verschiedenen Symptomen, für die unterschiedliche Ursachen infrage kommen
Feuchtigkeit, irritierte Haut, Ekzeme, Infektionen und mechanische Reize sind häufige Auslöser
Nässen, Rötungen, Blutspuren und auch Juckreiz im Intimbereich können Juckreiz am After begleiten
Mit Basistherapie, sanfter Analhygiene und geeigneten Salben wie z. B. Posterisan akut bei starkem Juckreiz oder FAKTU lind und Posterisan protect bei Juckreiz im Zusammenhang mit einem Hämorrhoidalleiden können Symptome gelindert oder die Haut geschützt werden
Bei anhaltendem Juckreiz, nächtlicher Zunahme, Blut, tastbaren Veränderungen oder unklarer Ursache für die Beschwerden ärztlich abklären lassen
Wenn Ihr After seit Wochen juckt, sollten Sie zuerst die Basistherapie anwenden: sanfte Analhygiene, eine regulierte Stuhlkonsistenz durch ballaststoffreiche Ernährung und ausreichendes Trinken (mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag) sowie ausreichend Bewegung. Ergänzend kann eine geeignete Salbe für die akute Phase eingesetzt werden, zum Beispiel Posterisan akut.
Hält der Juckreiz dennoch an, sollte eine ärztliche Diagnose gestellt werden, da mehrere Ursachen infrage kommen.
Hämorrhoiden sind natürlicherweise mit Schleimhaut bedeckt. Diese Schleimhaut produziert Schleim, der den Enddarm feucht hält und den Stuhlgang erleichtert. Sind Hämorrhoiden jedoch vergrößert oder treten sie in den Analkanal vor, gelangt diese Schleimhaut vermehrt nach außen und kommt mit der empfindlichen, eigentlich trockenen Haut im Analbereich in Kontakt.
Der dabei freigesetzte Schleim trägt zu anhaltender Feuchtigkeit bei. Zusätzlich können kleine Blutungen oder Nässen auftreten. Diese Kombination aus Feuchtigkeit und Reizung weicht die Haut auf, macht sie empfindlicher und kann Juckreiz verursachen, der besonders nach dem Stuhlgang oder längerem Sitzen auffällt.
Welche Salbe bei Juckreiz am After geeignet ist, hängt von der Situation ab:
Posterisan akut kann akuten starken Juckreiz sowie Schmerzen vorübergehend lindern,
FAKTU lind kann bei einem juckenden Hämorrhoidalleiden die gereizte Analhaut beruhigen und zusätzlich einen häufigen Auslöser für Juckreiz, die übermäßige Feuchtigkeit in der Analregion durch Nässen oder leichte Blutungen, bekämpfen,
Ebenfalls bei einem Hämorrhoidalleiden kann Posterisan protect bei leichten Symptomen und leichtem Juckreiz eingesetzt werden und die empfindliche Haut in solch beschwerdeärmeren Phasen schützen.
Erste Anlaufstelle bei Jucken am After ist meist die hausärztliche Praxis. Bei wiederkehrenden oder unklaren Beschwerden kann eine Überweisung zu Fachleuten sinnvoll sein. Dort lässt sich verlässlich klären, ob Hämorrhoiden, ein Ekzem, eine Mykose, eine bakterielle oder virale Infektion oder eine andere Ursache den Juckreiz auslösen.
Juckreiz am After gehört zu den häufigsten Beschwerden in der Proktologie und kann sehr belastend sein. Wer sich fragt, warum der After immer wieder juckt, findet dafür meist keine einzelne, sondern mehrere Ursachen. Juckreiz im Analbereich tritt nämlich selten isoliert auf.
Bleibt nach dem Stuhlgang etwas zurück oder tritt Feuchtigkeit, Schweiß, Blut oder Schleim aus, quillt die Haut auf und wird anfälliger für Reizungen. Dieser Mechanismus steht oft zu Beginn des Juckempfindens. Auch ein übermäßiger Gebrauch von Feuchttüchern begünstigt eine solche Reizung.
Die häufigste Ursache für starken Juckreiz sind sogenannte Analekzeme. Dabei handelt es sich um fortgeschrittene Reizungen der Analhaut, bei denen die Hautbarriere gestört ist und entzündliche Reaktionen auftreten.
Es gibt verschiedene Formen von Ekzemen. Ein irritativ-toxisches Analekzem kann beispielweise durch ein Hämorrhoidalleiden entstehen, wenn Feuchtigkeit und Schleim die Haut dauerhaft reizen. Daneben gibt es atopische, auf eine Störung in der Haut zurückzuführende, und allergische Analekzeme, die zum Beispiel durch Inhaltsstoffe in Pflege- oder Reinigungsprodukten ausgelöst werden können.
Während das atopische Analekzem auf einer zu Grunde liegenden Erkrankung mit Defekten der Hautbarriere und einem Immunsystem, das zu überschießenden Reaktionen neigt, beruht, entwickelt sich das allergische Analekzem als Allergie vom verzögerten Typ, das heißt sie tritt nach Sensibilisierung und erneutem Kontakt auf. Die Haut reagiert also auf einen Inhaltsstoff, der zuvor häufig lange unproblematisch angewendet wurde.
Reibung durch hartes Toilettenpapier, Kratzen oder bei schon vorliegenden Reizungen auch Sitzen, kann Juckreiz am After verstärken, da der mechanische Reiz die Haut zusätzlich belastet.
Pilzinfektionen, bakterielle Entzündungen oder virale Hauterkrankungen können Juckreiz im Analbereich auslösen. Tritt der Juckreiz nachts auf, können auch parasitäre Erkrankungen wie Madenwürmer eine Rolle spielen.
Juckreiz am After ist eine Folge von gereizter Haut im Analbereich. Er kann deshalb auch zusammen mit anderen Analerkrankungen auftreten. Solche Mischformen aus mehreren Symptomen und verschiedenen Diagnosen sind bei häufig wiederkehrenden oder anhaltenden Beschwerden recht häufig, weshalb in solchen Fällen eine ärztliche Diagnose angeraten ist.
In der Medizin spricht man vom analen Symptomkomplex, weil Beschwerden selten isoliert auftreten und verschiedene Ursachen möglich sind. Juckreiz am After zeigt sich häufig gemeinsam mit Brennen, Nässen, einem wunden Hautgefühl oder Blut im Stuhl. Mehrere Ursachen können gleichzeitig wirken und sich gegenseitig verstärken.
Vergrößerte Hämorrhoidalpolster können ebenfalls Juckreiz auslösen. Die Beschwerden entstehen meist dadurch, dass:
Feuchtigkeit oder Schleimreste die Haut reizen
die Haut durch wiederholten Kontakt damit aufweicht
mit feuchter Schleimhaut überzogenes Hämorrhoidalgewebe vorübergehend vorfällt und die Umgebung zusätzlich irritiert
Juckreiz bei Hämorrhoiden tritt häufig nach dem Stuhlgang oder bei längerem Sitzen auf. Manche Menschen bemerken ihn vor allem abends.
Trotzdem gilt: Juckreiz gilt als das am belastendsten empfundene Symptom eines Hämorrhoidalleidens, weist allein aber nicht sicher auf Hämorrhoiden hin. Da mehrere Diagnosen ähnliche Beschwerden verursachen, kann erst die Untersuchung in der ärztlichen Praxis Klarheit schaffen.
„Juckreiz am After ist häufig, aber unspezifisch – neben Hämorrhoiden gibt es auch viele andere Ursachen, z. B. übertriebene Hygiene. Erste Maßnahme: milde Reinigung mit lauwarmem Wasser, keine Seife oder parfümierten Feuchttücher. Lindernde Salben oder Zäpfchen gibt es in der Apotheke. Bei anhaltendem Juckreiz bitte einen Arzt aufsuchen.“
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Zum analen Symptomkomplex gehören neben Juckreiz oft auch folgende Begleitsymptome von Juckreiz.
Feuchtigkeit: Viele Betroffene bemerken, dass der After juckt und nässt
Wundsein und Brennen: Die gereizte Haut am After brennt oft zusätzlich bei Berührung
Blutspuren: Helles Blut am Toilettenpapier deutet auf vergrößerte Hämorrhoiden oder kleine Risse hin
Ausstrahlung, generalisiert oder in den Intimbereich: Je nach Ursache kann sich das Gefühl nicht auf den Po beschränken. Auch Kombinationen aus Juckreiz am After und Intimbereich generell, spezifisch Juckreiz am After und an der Scheide oder bei Männern Juckreiz an Hoden und am After oder auch ein generalisierter Juckreiz an anderen Körperstellen sind möglich.
Wenn Juckreiz am After den Alltag oder auch die Nachtruhe stört, geht es vielen zunächst um eine einfache Frage: Was kann ich jetzt tun? Auch ohne gesicherte Diagnose lassen sich erste Schritte einleiten, die die gereizte Haut beruhigen und Feuchtigkeit reduzieren.
Wenn der Juckreiz anhält, häufig wiederkehrt, nachts besonders stark ist oder gemeinsam mit Blut, Knoten oder echten Schmerzen auftritt, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Wenn der After juckt, suchen viele nach einer geeigneten After-Juckreiz-Salbe, um die Beschwerden zu lindern. Je nach Phase und Beschwerdebild kommen unterschiedliche Präparate infrage.
Posterisan akut kann grundsätzlich bei Juckreiz in der Analregion eingesetzt werden – auch bei noch unklaren Ursachen, die dann ggf. zeitnah medizinisch beurteilt werden sollten. Die Salbe enthält 5 Prozent Lidocain und kann die behandelte Region innerhalb von 30 Minuten betäuben. Das lindert zusätzlich neben Juckreiz auch Schmerzen in der Analregion und kann so den Alltag erleichtern.
FAKTU lind ist eine bewährte Option, wenn der Juckreiz im Rahmen eines Hämorrhoidalleidens mit Nässen, Reizung oder kleineren Blutauflagerungen auftritt. Der pflanzliche Wirkstoff Hamamelis wirkt entzündungshemmend, beruhigt die Haut und kann typische Beschwerden bei vergrößerten Hämorrhoiden behandeln.
Posterisan protect kommt ebenfalls bei einem Hämorrhoidalleiden in Betracht, wenn die Akutphase bei vergrößerten Hämorrhoiden abgeklungen ist oder nur leichte Beschwerden vorliegen. Das Medizinprodukt enthält einen Hautschutzkomplex, der die empfindliche Haut vor weiteren Reizungen schützt. Damit lässt sich die beschwerdearme Zeit stabil halten.
Alle drei Salben helfen auf unterschiedliche Weise, doch sie ersetzen keine ärztliche Untersuchung. Diese ist angeraten, wenn der Juckreiz am After anhält, häufig wiederkehrt, nachts zunimmt oder mit Blut, Schwellungen oder echten Schmerzen einhergeht.
Empfohlene Basistherapie anwenden: Auch die Darmgewohnheiten beeinflussen, wie intensiv der Po juckt. Ein weicher, formbarer Stuhl entlastet die Haut, während Pressen und wiederholte Toilettengänge die Haut reizen können. Hilfreich sind:
ausreichendes Trinken (mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag)
ballaststoffreiche Ernährung zur Regulierung der Stuhlkonsistenz
kurze Toilettenzeiten ohne starkes Pressen
dem Stuhldrang wenn möglich nachgehen und nicht immer unterdrücken
Analhygiene anpassen – kleinste Veränderungen helfen oft weiter: Ein juckender Po reagiert empfindlich auf Reibung und zu häufiges Reinigen. Sinnvoll ist deshalb eine ruhige, schonende Analhygiene:
bevorzugt reines lauwarmes Wasser, z.B. mit Bidet oder einer Po-Dusche
sanftes Trockentupfen statt Reiben
keine regelmäßige Anwendung von Feuchttüchern
Wenn der After juckt und nässt, kann eine sanftere Reinigung bereits spürbar entlasten. Häufig zeigt sich der Effekt innerhalb weniger Tage: Die Haut wirkt weniger gereizt und der Juckreiz am After nimmt ab.
Manchmal lässt sich Juckreiz am After gut selbst beruhigen. Und manchmal macht der Körper deutlich, dass eine ärztliche Einschätzung sinnvoll wäre. Diese Entscheidung fällt leichter, wenn man auf bestimmte Veränderungen achtet.
Stellen Sie sich drei Fragen:
Wie verändert sich der Beschwerdeverlauf? Wenn der Juckreiz trotz sanfter Hygiene, geeigneter Salben, Basistherapie und angepasstem Stuhlverhalten bestehen bleibt oder immer wiederkehrt, lohnt sich die Abklärung. Gleiches gilt, wenn der nächtliche Juckreiz zunimmt oder intensiv wird.
Zeigt die Haut etwas, das vorher nicht da war? Neue Rötungen, anhaltende Feuchtigkeit, kleine Verletzungen oder Blutspuren sollten nicht ignoriert werden. Auch wenn Blut nur einmal sichtbar ist, kann es Hinweise geben, die ärztlich eingeordnet werden sollten.
Gibt es ein Signal, das nicht zum typischen Juckreiz passt? Ein tastbarer Knoten, echte Schmerzen, eine plötzlich auftretende Schwellung oder Beschwerden nach Sexualkontakt fallen in diese Kategorie. Diese Zeichen sprechen weniger für eine Reizung und brauchen eine fachliche Bewertung.
Eine proktologische Untersuchung dauert meist nur kurz und schafft schnell Klarheit – ob zum Beispiel ein Hämorrhoidalleiden beteiligt ist oder ob die Haut schlicht überlastet war. Dieses Wissen erleichtert die Auswahl der passenden Behandlung und hilft, den Juckreiz am After nachhaltig in den Griff zu bekommen.
Dr. med. Johannes Jongen war 1989–2023 als Chirurg in einer proktologischen Praxis in Kiel niedergelassen. Seit 2023 vertritt er dort urlaubsbedingt Kollegen. Er ist Mitglied deutscher, amerikanischer und europäischer koloproktologischer Gesellschaften, publiziert und referiert zu proktologischen Erkrankungen und ist Mitautor medizinischer Leitlinien.
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* nach verkauften Hämorrhoidensalben (IH-Galaxy Apo-Fusion 08/2026).