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Hämorrhoiden behandeln: Das sollten Sie wissen
Salben, Hausmittel, Verödung und mehr: Diese Therapieoptionen haben Sie bei vergrößerten Hämorrhoiden.
Jetzt Hämorrhoiden behandeln!Salben und Zäpfchen sind bewährte Hämorrhoidenmittel, um Beschwerden wie Juckreiz, Brennen und Co. zu lindern.
Geprüft von: Dr. med. Johannes Jongen, Proktologe, Kiel
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Salben und Zäpfchen sind bewährte Mittel gegen Hämorrhoiden und lindern Symptome wie Juckreiz, Brennen und Nässen
Oft ist eine Kombination ideal: tagsüber z. B. Posterisan akut Salbe, nachts z. B. FAKTU lind als Zäpfchen
Typische Wirkstoffe sind u. a. Hamamelis, Lidocain, Jojoba-Öl und Bienenwachs
Viele Präparate sind frei verkäuflich in Apotheken, bei besonderen Beschwerden können Ärztinnen und Ärzte auch speziellere Produkte verordnen.
Ein Hämorrhoiden-Stick kann ergänzend bei vorgefallenen Hämorrhoiden helfen
Sitzbäder mit warmem Wasser oder nicht allergisierenden Zusätzen sind ein bewährtes Hausmittel zur Linderung
Bei anhaltenden oder starken Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden
Pauschal lässt sich das nicht beantworten, denn es hängt von den persönlichen Vorlieben und der Beschwerdesituation ab. Salben wirken direkt nach dem Auftragen mit den enthaltenen Inhaltsstoffen und lassen sich innerlich mit einem Applikator, aber zusätzlich auch bei Beschwerden im äußeren Analbereich anwenden.
Zäpfchen können dagegen nur innerlich angewendet werden, lassen sich für die innerliche Anwendung aber vergleichsweise einfach dosieren. Auch verbleiben die Zäpfchen längere Zeit vor Ort, schmelzen und setzen so über einen längeren Zeitraum ihre Inhaltsstoffe frei, wodurch eine längere Wirkung erzielt werden kann.
Oft ist eine Kombination am sinnvollsten: tagsüber eine Salbe wie Posterisan akut zur schnellen Linderung von Beschwerden wie starkem Juckreiz, nachts ein Zäpfchen wie FAKTU lind, das über eine längere Zeit den Wirkstoff abgibt und damit langanhaltend Regenerationsprozesse unterstützen kann.
Bei Beschwerden im äußeren Analbereich eignen sich Hämorrhoidensalben besonders gut, da sie direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. Salben mit Lidocain, z. B. Posterisan akut, lindern akuten starken Juckreiz. Salben mit Hamamelis, z. B. FAKTU Lind Hämorrhoidensalbe, wirken entzündungshemmend, lindern Juckreiz und Brennen, stillen leichte Blutungen und können Nässen reduzieren.
Viele Hämorrhoidensalben und Zäpfchen mit Wirkstoffen wie Hamamelis, Lidocain oder Jojoba-Öl sind frei in Apotheken erhältlich. Ihre Apotheke berät Sie gerne, welches das passende Produkt für Ihre Beschwerden ist, und kann eine erste Einschätzung vornehmen, wie schnell ein Arztbesuch stattfinden sollte.
Vergrößerte Hämorrhoiden können eine Vielzahl an Beschwerden verursachen: Juckreiz, Brennen am After, Blut im Stuhl oder ein Nässen in der Analregion. Ob eine Salbe oder ein Zäpfchen die bessere Wahl ist, lässt sich pauschal nicht beantworten, denn das hängt vor allem von den persönlichen Vorlieben und der individuellen Beschwerdesituation ab. Beide Darreichungsformen enthalten häufig ähnliche Wirkstoffe und sind gleichermaßen gut zur lokalen Behandlung von Beschwerden eines Hämorrhoidalleidens geeignet.
Diese Präparate wirken nicht auf die Ursache – sprich: Sie lassen die vergrößerten Gefäßpolster nicht schrumpfen. Mittel gegen Hämorrhoiden wie Salben und Zäpfchen können aber die Symptome bekämpfen. Sie kommen insbesondere in frühen Krankheitsstadien zum Einsatz.
„Die Entscheidung für Salbe oder Zäpfchen orientiert sich immer an den dominierenden Beschwerden der Betroffenen und ihrer Präferenz hinsichtlich der verfügbaren Darreichungsformen. Falls jemand keine eigene Präferenz besitzt und ein klassisches Hämorrhoidalleiden vorliegt, empfehle ich eher eine Salbe. Bei Zäpfchen kann es individuelle Schwierigkeiten in der Anwendung geben.“
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Der Unterschied liegt hauptsächlich in der Anwendung: Salben werden äußerlich mit dem Finger und in manchen Fällen mit Hilfe von Applikatoren auch innerlich auf den betroffenen Bereich aufgetragen. Direkt nach dem Auftragen steht die gesamte Salbe lokal zur Verfügung, um gegen die Beschwerden zu helfen. Zäpfchen hingegen werden rektal eingeführt und wirken gezielt im Inneren des Enddarms, lassen sich für die innerliche Anwendung jedoch vergleichsweise leicht und einfach dosieren. Anschließend setzt das Zäpfchen über eine längere Zeit kontinuierlich Inhaltsstoffe frei. Ein Zäpfchen wirkt folglich länger auf die problematischen Stellen im Inneren ein, solange es ruhig und ungestört vor Ort liegen kann. Daher eignen sich Zäpfchen besonders für die Anwendung über Nacht.
Häufig ist eine Kombination aus beidem die sinnvollste Lösung. Wer tagsüber unter akutem Juckreiz leidet, kann gut auf eine Salbe mit einem Lokalanästhetikum wie Lidocain zurückgreifen, z. B. Posterisan akut, die schnell Beschwerden lindern kann. Nachts empfiehlt sich ergänzend ein Zäpfchen, z. B. FAKTU lind Hämorrhoidenzäpfchen, die dann ungestört vor Ort wirken und Entzündungsreaktionen bekämpfen können, wodurch die Regeneration des Gewebes gefördert wird.
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Um bei Symptomen wie Juckreiz, Brennen und Co. schnell für Soforthilfe zu sorgen, greifen viele Betroffene zu Hämorrhoidensalben. Diese enthalten unterschiedliche Wirkstoffe, die Beschwerden lindern. Die meisten Cremes gegen das Hämorrhoidalleiden sind in Apotheken frei verkäuflich, andere gibt es nur auf Rezept.
Salben, die den Wirkstoff Lidocain enthalten, z. B. Posterisan akut, betäuben die Haut und lindern auf diese Weise akute Beschwerden wie starken Juckreiz oder Schmerzen. Bei einem Hämorrhoidalleiden kommen solche Salben mit einem Lokalanästhetikum vor allem dann zum Einsatz, wenn akut starker Juckreiz auftritt und eine schnelle Linderung gefragt ist.
Viele Hämorrhoiden-Präparate enthalten zudem pflanzliche Wirkstoffe. Besonders beliebt sind Hämorrhoidensalben mit Hamamelis, z. B. FAKTU lind Hämorrhoidensalbe. Die Inhaltsstoffe aus der Hamamelispflanze kann Juckreiz und Brennen lindern sowie Entzündungen hemmen. Außerdem bewirkt Hamamelis, dass sich das Gewebe zusammenzieht, und kann dadurch unangenehmem Nässen und leichten Blutungen vorbeugen.
Darüber hinaus gibt es Hämorrhoidensalben, die vor allem hautschützende und hautpflegende Inhaltsstoffe wie Jojoba-Öl, Zink, Panthenol oder Aloe vera enthalten. Solche Salben, z. B. Posterisan protect, reduzieren erneute Reizungen und können dadurch auch leichtere Symptome eines Hämorrhoidalleidens eindämmen. Eine wesentlich größere Bedeutung haben diese Produkte jedoch in der beschwerdefreien Zeit. Eine konsequent angewendete, wirksame Pflege kann dabei helfen, erneuten Beschwerden vorzubeugen.
Welche Salbe die richtige für Sie ist, hängt von der Art und Schwere der Beschwerden ab. Einen Überblick über die verschiedenen Wirkstoffe und ihre jeweilige Wirkungsweise finden Sie auch in unserem Ratgeber Beste Hämorrhoidensalbe.
Ärztinnen und Ärzten stehen bei ausgeprägten Beschwerden im Analbereich noch andere Wirkstoffklassen und potentere Wirkstoffe zur Verfügung, die bei Bedarf rezeptiert werden können. Hierzu zählen beispielsweise kortisonhaltige Arzneimittel, die sehr effektiv gegen Entzündungen wirksam sind, bei fehlerhafter Anwendung gerade im Analbereich jedoch auch ausgeprägte Nebenwirkungen haben können.
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Anders als eine Salbe, kann ein Zäpfchen nicht äußerlich angewendet werden, sondern ist auf die Anwendung im Inneren des Analkanals beschränkt. Dafür lässt sich die innerliche Anwendung mit einem Zäpfchen einfach und unkompliziert durchführen. Pro Anwendung wird ein Zäpfchen möglichst tief eingeführt und sollte dann möglichst ungestört vor Ort liegen bleiben, z.B. über Nacht. Dann werden die Inhaltsstoffe wie Hamamelis oder Jojoba-Öl über einen längeren Zeitraum abgegeben und können auf das Gewebe einwirken.
Ähnlich wie bei den Salben gibt es auch Zäpfchen mit unterschiedlichen Wirk- und Inhaltsstoffen: Der pflanzliche Wirkstoff Hamamelis, z. B. enthalten in den FAKTU lind Hämorrhoidenzäpfchen, lindert Jucken, Nässen und Brennen, kann leichte Blutungen stoppen, Entzündungen bekämpfen und dadurch die Regeneration unterstützen. Ein Hautschutzkomplex aus Jojoba-Öl und Bienenwachs, wie er z. B. in den Posterisan protect Hämorrhoidenzäpfchen enthalten ist, kann leichte Symptome eines Hämorrhoidalleidens lindern, hat aber eine wesentlich größere Bedeutung in der Anwendung in beschwerdefreien Phasen, da dies dabei helfen kann, erneuten Beschwerden vorzubeugen.1
Die genaue Anwendung von Hämorrhoidensalben richtet sich nach der jeweiligen Zusammensetzung. Beachten Sie daher bitte die Anwendungshinweise auf den jeweiligen Verpackungen. Meist bieten sich Anwendungen morgens, abends sowie vor und nach dem Stuhlgang an, um Beschwerden optimal zu lindern.
Hämorrhoidenzäpfchen eignen sich ganz besonders für die Anwendung vor dem Schlafengehen. Beachten Sie auch hier immer die Anwendungshinweise auf der Verpackung.
Schwangere leiden besonders oft unter vergrößerten Hämorrhoiden. Salben und Zäpfchen mit Jojoba-Öl und Bienenwachs können unbedenklich in der Schwangerschaft angewendet werden. Sprechen Sie bei Beschwerden jedoch immer mit der behandelnden Frauenärztin oder dem Frauenarzt. Auf ärztliches Anraten können auch viele wirkstoffhaltige Mittel gegen die Beschwerden eines Hämorrhoidalleidens eingesetzt werden.
Neben Salben und Zäpfchen kann auch ein Hämorrhoiden-Stick ein wirksames Mittel bei vergrößerten Hämorrhoiden sein. Während Salben und Zäpfchen in erster Linie Symptome wie Juckreiz und Brennen lindern, wirkt der Stick rein mechanisch und schiebt aus dem Analkanal heraustretende Hämorrhoiden zurück in ihre ursprüngliche Position.
Treten Hämorrhoiden aus dem After heraus und lassen sie sich auch noch zurückschieben, spricht man von einem Hämorrhoidalleiden II. oder III. Grades. Ein Produkt wie der Postericare Hämorrhoiden-Stick kann hier die Behandlung unterstützen: Er ermöglicht das sanfte und hygienische Zurückschieben der vorgefallenen Hämorrhoiden in den Analkanal und hilft dabei, sie dort zu halten. Dadurch wird das Gewebe weniger Reizungen ausgesetzt, was Beschwerden vorbeugen kann. Außerdem verfügen zurückgeschobene Hämorrhoiden über einen verbesserten Abfluss angestauter Flüssigkeiten, wodurch die Rückbildung der Schwellung begünstigt werden kann.
Ein Hämorrhoiden-Stick ersetzt keine medizinische Behandlung. Er kann jedoch als ergänzende Maßnahme dazu beitragen, den Alltag mit Hämorrhoiden angenehmer zu gestalten.
Um Hämorrhoiden-Beschwerden zu lindern, können noch weitere Mittel zum Einsatz kommen. Achten Sie zum Beispiel darauf, Verstopfung zu vermeiden, indem Sie regelmäßig und ohne Druck auf die Toilette gehen.
Auch können in manchen Fällen leicht pflegende und gleichzeitig schützende Produkte wie Pflegecremes oder Gele sinnvoll sein.
Zusätzlich sind Sitzbäder ein bewährtes Hausmittel gegen Hämorrhoiden-Symptome. Setzen Sie sich in lauwarmes Wasser und fügen Sie dem Bad pflanzliche Zusätze zu. Bewährte Pflanzenmittel sind Essenzen aus Hamamelis oder Teebaumöl. Diese Stoffe helfen dabei, die Entzündungssymptome der gereizten Haut im Analbereich zu verringern.
Die Selbstbehandlung mit Hämorrhoidensalben und Co. hat ihre Grenzen: Blutungen und Schmerzen sind zwei Symptome, bei denen immer zu einer ärztlichen Abklärung geraten werden sollte. Auch wenn die Beschwerden des Hämorrhoidalleidens sehr stark werden, sich durch allgemeine Maßnahmen und Salben nicht bessern oder wenn lokal aufgetragene Produkt nicht vertragen werden, sollten Sie einen Arzt oder eine Ärztin zur weiteren Hämorrhoiden-Behandlung aufsuchen.
Dr. med. Johannes Jongen war 1989–2023 als Chirurg in einer proktologischen Praxis in Kiel niedergelassen. Seit 2023 vertritt er dort urlaubsbedingt Kollegen. Er ist Mitglied deutscher, amerikanischer und europäischer koloproktologischer Gesellschaften, publiziert und referiert zu proktologischen Erkrankungen und ist Mitautor medizinischer Leitlinien.
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A. Rothhaar, E. Grünewald, C. Enderes und M. Süßkind, „Placebokontrollierte Doppelblindstudie zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Lidocain-haltiger Rektalsalbe zur Behandlung von anorektalem Juckreiz bei Patienten mit Hämorrhoidalleiden“, Aktuelle Dermatologie 40, 10 (2014).
J. Kestřánek, „Hemorrhoid management in women: the role of tribenoside + lidocaine“, Drugs in Context 8 (2019).
M. Wójciak et al., „Hamamelis virginiana L. in Skin Care: A Review of Its Pharmacological Properties and Cosmetological Applications“, Molecules 30, 13 (2025)
N. Nakhla, A. Hospattankar, K. Siddiqui et al., „Improving Hemorrhoid Outcomes: A Narrative Review and Best Practices Guide for Pharmacists“, Pharmacy 13, 4 (2025).
R. Williams et al., „Klinische Studie zur Wirksamkeit und Verträglichkeit eines Medizinproduktes zur Prophylaxe des Auftretens akuter Symptome bei Patienten mit Hämorrhoidalleiden“, in: Akt Dermatol 39 (2013).
Z. Lorenc und Ö. Gökçe, „Tribenoside and lidocaine in the local treatment of hemorrhoids: an overview of clinical evidence“, European Review for Medical and Pharmacological Sciences 20, 12 (2016).
* nach verkauften Hämorrhoidensalben (IH-Galaxy Apo-Fusion 08/2026).