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Hä­mor­rhoi­den bluten: Ursachen, Risiken & Behandlung

Hämorrhoiden bluten hellrot und oft nur kurzzeitig. Wann Blutungen harmlos sind, wann Abklärung wichtig ist und was Beschwerden lindern kann.

11 min Lesezeit

Geprüft von: Dr. med. Johannes Jongen, Proktologe, Kiel

Ein Mann mittleren Alters schaut besorgt in den Badezimmerspiegel.

Auf einen Blick: Hä­mor­rhoi­den bluten

  • Hämorrhoiden bluten hellrot und oft nur kurzzeitig, meist nach dem Stuhlgang

  • Blutungen im Analbereich sollten immer ärztlich abgeklärt werden

  • Hämorrhoiden können nicht platzen, Blutungen entstehen durch kleine Schleimhautverletzungen

  • Leichte Hämorrhoidal-Blutungen können durch Arzneimittel gestillt werden, die einen zusammenziehenden Effekt auf das Gewebe haben, beispielsweise FAKTU lind

  • Ursachen wie starkes Pressen, harter Stuhl und Reibung fördern blutende Hämorrhoiden

Häufig gestellte Fragen 

Meist bluten Hämorrhoiden nach dem Stuhlgang, wenn die Schleimhaut durch Pressen, harten Stuhl oder einen festen, unverdauten Fremdkörper im Stuhl wie unverdaute Körner oder Samen gereizt oder verletzt wird. Die Blutung zeigt sich typischerweise als hellrote Spuren auf dem Toilettenpapier oder auf dem Stuhl.

Blutungen entstehen durch kleine Verletzungen der Schleimhaut, mit der die vergrößerten Hämorrhoidalpolster überzogen sind. Druck, Reibung oder Entzündungen führen dazu, dass feine Äderchen aufreißen und etwas Blut austritt.

In den meisten Fällen nicht. Hellrote Blutspuren sind häufig harmlos. Trotzdem sollte jede Blutung ärztlich abgeklärt werden, um andere Ursachen auszuschließen – vor allem, wenn die Blutung länger anhält, dunkler ist oder wiederkehrt.

Bei oberflächlichen Blutungen, etwa durch harten Stuhl oder Reibung beim Toilettengang, steht der Schutz der empfindlichen Haut im Vordergrund. Posterisan protect mit Hautschutzkomplex legt sich wie ein Schutzfilm über die Haut, kann Reizungen reduzieren und so effektiv helfen, neuen Blutungen vorzubeugen.

Wichtig ist, Reizungen zu vermeiden und Beschwerden zu lindern. Bei bereits bestehenden, leichten Blutungen kann FAKTU lind eingesetzt werden. Das Hamamelis-Präparat wirkt zusammenziehend, kann leichte Blutungen stillen und die Heilungsprozesse unterstützen. Es ist als Salbe für die innere und äußere Anwendung sowie als Zäpfchen für die rein innere Anwendung erhältlich.

Meist handelt es sich nur um wenige Tropfen hellroten Blutes. Es kann aber auch vorkommen, dass kräftigere Blutungen über mehrere Tage immer nach dem Stuhlgang auftreten. Größere Mengen oder dunkel gefärbtes Blut können jedoch auch immer auf andere Ursachen hinweisen. Daher sollte grundsätzlich jede Blutung im Analbereich ärztlich untersucht werden, um ernsthafte Erkrankungen sicher auszuschließen.

In der Regel nach kurzer Zeit. Häufig bereits nach dem Abwischen oder innerhalb weniger Minuten. Wenn Hämorrhoiden bluten, sollte eine Ärztin oder ein Arzt die Ursache klären.

Bei etwas stärkeren Blutungen sollte man nicht abwarten, bis es von allein aufhört, sondern besser den Schließmuskel zusammenziehen, so dass dieser die Blutung "abdrückt" (tamponiert). Sollte zusätzlich zur Blutung Hämorrhoidalgewebe aus dem After ausgetreten sein, sollte das blutende Gewebe in jedem Fall zurückgedrückt werden, bevor der Schließmuskel angespannt wird.

In den meisten Fällen endet eine Blutung aber schnell von selbst und muss nicht gestoppt werden. Wenn es doch zu länger anhaltenden kleinen Blutungen kommt, können zusammenziehend wirkende Medikamente wie FAKTU lind die Blutung stoppen.

Wichtig ist außerdem, neue Reizungen zu vermeiden: Sanfte Analhygiene, kein starkes Pressen und ausreichend Flüssigkeit helfen, die Schleimhaut zu entlasten.

Eine Blutvergiftung kommt bei blutenden Hämorrhoiden eigentlich nicht vor. Die Blutungen sind meist oberflächlich und heilen komplikationslos ab. Dennoch sollten Blutungen ärztlich beurteilt werden, um andere Ursachen sicher auszuschließen.

Können Hämorrhoiden bluten?

Ja, Hämorrhoiden bluten häufig, wenn die Schleimhaut mechanisch gereizt wird. Typische Auslöser sind harter Stuhl, starkes Pressen und jede Form von mechanischer Reizung und Reibung bei Gefäßpolstern mit Vorfall aus dem Analkanal. Auch kann ein Hämorrhoidalleiden die Analhaut durch zum Beispiel Nässen anfälliger für Verletzungen machen, sodass zwar nicht direkt die Hämorrhoiden bluten, sie aber für die Blutung an der Analhaut verantwortlich sind.

Charakteristisch ist hellrotes, frisches Blut auf dem Toilettenpapier oder aufgelagert auf dem Stuhl. Das spricht für oberflächliche Verletzungen auf der Analhaut oder für blutende Hämorrhoiden. Dunkleres Blut im Stuhl weist dagegen eher auf tiefer liegende Quellen im Darm hin und gehört ärztlich abgeklärt.

Eindeutig ist der Zusammenhang aus der Farbe des Blutes und der Lokalisation jedoch nicht und nur weil eine Blutung hellrot und frisch ist, bedeutet das nicht, dass problematische Auslöser sicher ausgeschlossen werden können. Auch ein tiefsitzendes Rektumkarzinom oder ein tiefsitzender Polyp können eine hellrote Blutung auslösen.

Schwarzes, teeriges Blut gehört in der Medizin zu den sogenannten Alarmsymptomen, die eine sofortige medizinische Abklärung erfordern.

Hinter dem Umstand, dass Hämorrhoiden bluten, steckt oft ein Zusammenspiel aus Druck im Beckenboden, Stuhlunregelmäßigkeiten und lokaler Reizung. Ungünstige Analhygiene, etwa trockenes Reiben mit hartem Papier, kann die Analhaut zusätzlich stressen. Das hat zur Folge, dass die Blutung von den Hämorrhoiden durch kleine Verletzungen der Analhaut verstärkt werden können.

Grundsätzlich gilt: Rektale Blutungen sind Warnzeichen. Auch wenn Blutungen aus Hämorrhoiden meist harmlos sind, sollte jede Blutung im Analbereich ärztlich abgeklärt werden, um andere Ursachen sicher auszuschließen.

Wie gefährlich ist es, wenn Hä­mor­rhoi­den bluten?

Patient steht in einer Praxis vor einer Ärztin und fasst sich an das Gesäß; eine farbige Markierung verdeutlicht Beschwerden im Analbereich.

Wenn Hämorrhoiden bluten, ist das in den meisten Fällen harmlos. Typisch sind kleine Risse der Schleimhaut. Das kann womöglich dramatisch aussehen, die Blutung stoppt aber normalerweise von allein, kann bei Bedarf aber auch gut behandelt werden.

Viele Betroffene stellen sich die Frage, wie gefährlich es sein kann, wenn Hämorrhoiden bluten. Meistens gibt die Farbe des Blutes einen ersten Hinweis: Ist es hellrot und liegt auf dem Stuhl oder am Toilettenpapier auf, passt es zu blutenden Hämorrhoiden.

Blutungen richtig einordnen

Ob es schlimm ist, wenn Hämorrhoiden bluten, lässt sich medizinisch klar beantworten: Grundsätzlich sollte jede rektale Blutung abgeklärt werden, um andere Ursachen auszuschließen. Vor allem wenn die Spuren wiederholt auftreten oder zunehmen, sollte das ärztlich untersucht werden. Dunkleres, mit dem Stuhl vermischtes Blut kann aus tieferen Darmabschnitten stammen. Deshalb ist Scham dabei absolut unnötig, denn Ärztinnen und Ärzte sehen solche Beschwerden täglich und beraten ohne Vorbehalte.

Blutungen sollten immer ärztlich abgeklärt werden, denn mit Hämorrhoiden kann man 100 Jahre alt werden, mit einem Darmkrebs NICHT. Wenn etwas anderes als Hämorrhoiden die Blutung auslöst, geht kostbare Zeit verloren. Außerdem kann es zu einer Blutarmut (Anämie, niedriger Hb-Wert) kommen, die bei herzkranken Menschen Angina pectoris und sogar Infarkte auslösen kann.
Dr. med. Johannes Jongen, Proktologe, Kiel
Dr. med. Johannes Jongen

Wie stark können Hämorrhoiden bluten?

Die Intensität von Blutungen bei Hämorrhoiden kann individuell stark unterschiedlich sein. Kräftigere Blutungen sind jedoch nicht so häufig. Meist zeigen sich wenige Tropfen nach dem Stuhlgang. Umgangssprachlich ist oft von „inneren Hämorrhoiden“ die Rede, wenn das klassische Hämorrhoidalleiden gemeint ist. Medizinisch ist die Unterscheidung in „innere“ und „äußere“ Hämorrhoiden jedoch irreführend: Sogenannte äußere Hämorrhoiden sind in der Regel Analvenenthrombosen – Blutgerinnsel in den äußeren Venen am After, die zwar wie ein Hämorrhoidalleiden bluten können, aber sonst nichts mit dem Hämorrhoidalleiden zu tun haben.

Zwar bluten innere Hämorrhoiden nur selten stark, dennoch sollten Blutungen im Analbereich ärztlich abgeklärt werden. Verstärken sich die Blutungen oder treten zusätzlich Beschwerden wie Schmerzen, Schwindel oder Schwäche auf, ist rascher medizinischer Rat wichtig.

Kurz gesagt: Hämorrhoiden bluten meist hellrot und oberflächlich. Blutende Hämorrhoiden sind oft harmlos, gehören aber zur Sicherheit in die Sprechstunde – insbesondere, wenn die Blutung anhält, wiederkommt oder ungewohnt wirkt.

Wie oft und wie lange bluten Hämorrhoiden?

Schon ein Tropfen Blut kann Betroffene beunruhigen, denn er färbt das Wasser in der Toilette so stark ein, dass es wie Roséwein aussieht. Bei zwei Tropfen sieht das Wasser bereits nach Rotwein aus und schon drei Tropfen vermitteln den Eindruck, dass sehr viel Blut verloren gehen würde. Meist steckt nichts Ernstes dahinter, doch die Frage bleibt: Wie oft bluten Hämorrhoiden – und wann wird es Zeit, ärztlich nachsehen zu lassen?

Wie oft bluten Hämorrhoiden?

In der Regel nur gelegentlich, meist nach dem Stuhlgang. Typisch sind wenige Tropfen hellroten Blutes auf dem Papier oder auf dem Stuhl. Tritt das häufiger auf oder kehrt es regelmäßig wieder, sollte das ärztlich abgeklärt werden. Denn auch wenn Hämorrhoiden bluten, sind wiederholte Blutungen kein Normalzustand.

Wie lange können Hämorrhoiden bluten?

Die Blutung dauert oft nur kurz und hört meist nach dem Abwischen wieder auf. Gerade bei etwas stärkeren Blutungen kann es helfen, den Schließmuskel zusammenzuziehen, so dass die Blutung "abdrückt" (tamponiert) wird. Das kann auch bei länger anhaltenden Blutungen versucht werden.

Alternativ können hier auch gerbstoffhaltige Arzneimittel wie FAKTU lind eingesetzt werden, die zusammenziehend auf das Gewebe wirken und so leichte Blutungen stillen können. Dabei sollte vor dem Anspannen des Schließmuskels immer darauf geachtet werden, dass kein Gewebe aus dem Analkanal hervorgetreten ist, da die Anspannung sonst auch dieses Gewebe abschnürt.

Zwar sollte jede Blutung ärztlich abgeklärt werden, doch gerade anhaltende oder kräftigere Blutungen sollten frühzeitig ärztlich abgeklärt werden. So lässt sich feststellen, ob wirklich blutende Hämorrhoiden dahinterstecken oder eine andere Ursache beteiligt ist.

Warum ist frühe Abklärung sinnvoll?

Vergrößerte Hämorrhoiden können nicht nur zu wiederholten Blutungen, sondern auch zu einer empfindlichen Analhaut führen. Das kann wiederum Entzündungen oder zusätzliche Risse verursachen.

In seltenen Fällen kann häufiger Blutverlust sogar zu Eisenmangel führen, der abgeklärt werden sollte und bei empfindlichen oder vorbelasteten Personen mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zum Herzinfarkt einhergeht. Vor allem aber sollte ausgeschlossen werden, dass etwas anderes hinter den Blutungen steckt.

Wann zur Ärztin oder zum Arzt?

Blut im Stuhl sollte grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden. Spätestens wenn die Blutung zunimmt oder sich mit dem Stuhl vermischt, ist eine Untersuchung wichtig. Das gilt auch bei Schwindel, Schwäche, Schmerzen, während der Schwangerschaft oder wenn eine Frau sich nicht sicher ist, ob es sich um eine anale oder vaginale Blutung handelt. Lieber einmal zu früh abklären!

Können Hämorrhoiden platzen?

Hämorrhoiden können nicht im wörtlichen Sinn platzen. Blutungen entstehen nicht durch ein Aufreißen, sondern durch kleine Verletzungen der Schleimhaut – meist als Folge von starkem Pressen oder hartem Stuhl.

Vergleichende schematische Darstellung des Enddarms: Eine Analvenenthrombose außerhalb des Analkanals im Bereich der Perianalvenen sowie Hämorrhoiden 1. Grades als innere Gefäßpolster, die nicht nach außen vorfallen.

Der umgangssprachliche Ausdruck vom „Platzen“ stammt von anderen Analerkrankungen, die ebenfalls mit Blutungen einhergehen können. In erster Linie handelt es sich dabei um Analvenenthrombosen, also Blutgerinnsel in den äußeren Venen am After. Diese können sich gelegentlich öffnen und entleeren, haben aber mit dem Hämorrhoidalleiden nichts zu tun.

Treten plötzlich starke Schmerzen, eine tastbare Schwellung zusammen mit Blutungen auf, sollte ärztlich geklärt werden, ob eine Analvenenthrombose vorliegt.

Blutende Hämorrhoiden: Was tun?

Wenn Hämorrhoiden bluten, ist das meist kein Grund zur Panik. Leichte Blutungen klingen in der Regel von selbst ab. Unterstützend kann eine Blutung auch mit gefäßzusammenziehenden Wirkstoffen gestoppt werden. Bewährt hat sich dabei FAKTU lind mit Hamamelis: Die Heilpflanze stärkt die Gefäßwände und kann kleine Blutungen beruhigen.

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Zunächst gilt: Beobachten statt überreagieren. Hellrote Spuren auf dem Toilettenpapier sprechen meist für blutende Hämorrhoiden, sollten aber grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden. Wird das Blut dunkler, tritt häufiger auf oder bleibt über mehrere Tage bestehen, ist eine ärztliche Abklärung besonders wichtig.

Sanfte Pflege hilft beim Abheilen. Weiches Toilettenpapier oder lauwarmes Wasser reinigen die Haut schonend. Anschließend leicht abtrocknen, nicht reiben. Schützende Präparate wie Posterisan protect können die Hautbarriere stabilisieren und eine Barriere vor erneuten Reizungen bilden.

Beschwerden gezielt lindern. Juckreiz, Brennen und Nässen gehören zu den häufigsten Begleiterscheinungen, wenn Hämorrhoiden bluten. Zur lokalen Behandlung von Juckreiz eignet sich Posterisan akut mit Lidocain, das die betroffenen Stellen schnell entlastet. Brennen, Nässen und eine Unterstützung der Regeneration kann durch FAKTU lind erreicht werden.

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Darüber hinaus unterstützen ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Flüssigkeit und regelmäßige Bewegung eine gesunde Verdauung – so sinkt das Risiko für harten Stuhl und Verstopfungen, die maßgeblich für die kleineren Verletzungen der Hämorrhoiden verantwortlich sind, und die Schleimhaut kann sich erholen.

Wer sich fragt, was man bei blutenden Hämorrhoiden noch tun kann, findet weitere Empfehlungen, Therapieansätze und Kombinationen in unserem Ratgeber Hämorrhoiden behandeln. Dort wird erklärt, welche Behandlung wann sinnvoll ist und wie Beschwerden nachhaltig gelindert werden können.

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Quellen

A. Picciariello, M. Rinaldi, U. Grossi et al., „Management and Treatment of External Hemorrhoidal Thrombosis“, Frontiers in Surgery (2022).

R. A. Ganz, „The evaluation and treatment of hemorrhoids: a guide for the gastroenterologist“, Clinical Gastroenterology and Hepatology 11, 6 (2013).

V. Lohsiriwat, „Treatment of hemorrhoids: A coloproctologist’s view“, World Journal of Gastroenterology 21, 31 (2015).

Z. Sun und J. Migaly, „Review of Hemorrhoid Disease: Presentation and Management“, Clinical Colon and Rectal Surgery 29, 1 (2016).

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