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Wie Sie vergrößerte Hämorrhoiden erkennen
Erfahren Sie, woran sich Hämorrhoiden bemerkbar machen und wie frühes Erkennen Beschwerden vorbeugt.
Jetzt Hämorrhoiden erkennenSchmerzen beim Stuhlgang können verschiedene Gründe haben. Erfahren Sie in unserem Ratgeber mehr über typische Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
Geprüft von: Dr. Felix Friedrich, Senior Medical Advisor, DR. KADE Health Care, Berlin
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Schmerzen beim Stuhlgang haben viele Ursachen, oft im Analkanal oder an der Analöffnung
Hämorrhoiden verursachen meist Juckreiz oder Brennen, Schmerz ist kein typisches Symptom eines normalen Hämorrhoidalleidens
Analvenenthrombose, Analfissuren, Abszesse und weitere Erkrankungen können starke Schmerzen auslösen
Blut und Schmerzen sind Warnzeichen und sollten immer ärztlich abgeklärt werden
Eine einfache Untersuchung klärt die Ursache und eine passende Behandlung lindert Beschwerden meist schnell
Häufig stecken Reizungen im Analkanal, Verstopfung, Analvenenthrombosen, Analfissuren oder entzündliche Erkrankungen dahinter. Seltener sind Abszesse, Feigwarzen oder Analkrebs verantwortlich.
Typischerweise nicht. Hämorrhoiden führen meist zu Juckreiz, Brennen oder Blutungen. Manchmal verwenden Betroffene zur Beschreibung von Brennen auch den Begriff „Schmerzen“.
Echte Schmerzen treten jedoch eher bei zusätzlichen Problemen wie Rissen oder Thrombosen auf.
Sowohl bei Blutungen als auch bei Schmerzen ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Ursache kann eine Analfissur oder eine Analvenenthrombose sein. Die Abklärung ist wichtig, um schwerere Erkrankungen auszuschließen.
Bei Schmerzen sowie Blut im Stuhl ist ein Arztbesuch empfehlenswert. Eine einfache Untersuchung reicht meist aus, um die Ursache zu klären.
Brennende, drückende oder stechende Schmerzen beim Stuhlgang sind für viele Betroffene nicht nur unangenehm, sondern oft auch beunruhigend: Schnell stellt sich die Frage, ob eine ernsthafte Ursache hinter den Afterbeschwerden steckt.
Häufig liegen die Auslöser im etwa drei bis vier Zentimeter langen Analkanal, dessen unterer Bereich besonders viele empfindliche Nervenfasern zur Schmerzwahrnehmung aufweist. Auch der After, also die eigentliche Analöffnung, sowie die umgebende Haut reagieren sensibel auf Schmerzreize.
Die Schmerzen können etwa unter Druck beim Stuhlgang, bei Berührung oder auch unabhängig davon auftreten. Oft begleiten sie andere Symptome von Analerkrankungen, wie Juckreiz oder Blutungen.
Bei einer ärztlichen Untersuchung lässt sich meist rasch erkennen, ob etwa feine Risse (Analfissuren), eine Analvenenthrombose oder eine Komplikation von vergrößerten Hämorrhoiden die Schmerzen auslösen. Seltener, aber nicht ausgeschlossen sind ernsthafte Ursachen wie Analkrebs.
Schmerzen beim Stuhlgang gehören nicht zu den typischen Symptomen eines Hämorrhoidalleidens. Viele Betroffene beschreiben jedoch Brennen oder starken Juckreiz umgangssprachlich als Hämorrhoiden-Schmerzen. Deshalb ist es wichtig zu unterscheiden: Handelt es sich um ein tatsächliches Schmerzgefühl oder eher um brennende, juckende oder drückende Beschwerden?
Hämorrhoiden sind kleine, gut durchblutete Gefäßpolster, die den Enddarm ringförmig umgeben. Beschwerden entstehen erst, wenn sie sich nach außen verlagern und vergrößern.
Oft fallen den Betroffenen zuerst hellrote, durch Stuhlgang ausgelöste Blutungen auf, im Verlauf manchmal auch schmierige Stuhlreste in der Unterwäsche, Juckreiz oder Brennen. Vergrößerte Hämorrhoiden lösen an sich keine Schmerzen aus, können aber von schmerzhaften Rissen und Thrombosen begleitet sein. Schmerzen können bei einem Hämorrhoidalleiden meist erst durch Komplikationen entstehen, die vor allem bei stark vergrößerten Hämorrhoiden auftreten.
Jede Behandlung von Hämorrhoiden-Beschwerden umfasst eine Basistherapie aus ballaststoffreicher Ernährung, ausreichend Flüssigkeit und korrektem Toilettenverhalten, die im Bedarfsfall um passende symptomlindernde Therapien ergänzt werden kann. Für akute Beschwerden wie starken Juckreiz bieten sich lokal betäubende Produkte wie z. B. Posterisan akut an. Bei mehr nässenden oder brennenden Beschwerden oder leichten Blutungen eignen sich pflanzliche Produkte mit Hamamelis, z. B. FAKTU lind Hämorrhoidensalbe.
Dominiert ein Schmerz, sollte immer eine ärztliche Abklärung erfolgen. Ein ausgeprägtes Schmerzgefühl weist in der Regel auf eine andere Ursache oder eine zusätzliche Analerkrankung hin.
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Treten „echte“ Schmerzen bei Stuhlgang auf, sollten auch andere mögliche Erkrankungen des Analbereichs berücksichtigt werden. Viele davon sind zwar harmlos, erfordern aber eine gezielte Behandlung, um Folgebeschwerden zu vermeiden.
Da sich verschiedene Analerkrankungen in ihren Symptomen ähneln, ist eine ärztliche Abklärung immer sinnvoll. Nur so lässt sich zuverlässig feststellen, welche Ursache hinter den Schmerzen steckt und welche Therapie am besten geeignet ist.
Bei einer sogenannten Analvenenthrombose sind Schmerzen beim Stuhlgang oder auch Schmerzen losgelöst davon ein typisches Symptom. Die Beschwerden dieser Analerkrankung bilden sich über einen kurzen Zeitraum, meist innerhalb weniger Stunden oder sogar Minuten. Dabei gibt es immer eine mechanische Ursache für die Entstehung der Thrombose.
Betroffene beschreiben einen stechenden Schmerz beim Stuhlgang und ein Druck- oder Spannungsgefühl, manche auch ein begleitendes Jucken. Gleichzeitig bildet sich am Anus ein praller, bläulich-roter, druckschmerzempfindlicher Knoten, manchmal auch mehrere Knötchen in einer Reihe. Dabei handelt es sich um plötzlich entstehende Blutgerinnsel in Venen unterhalb der Haut des Analrands.
Hitze, Kälte, körperliche Anstrengung, hormonelle Einflüsse und Druck (etwa unter einer Geburt) begünstigen eine Analvenenthrombose und entsprechende Schmerzen am After.
Wenn die Haut im Bereich des Analkanals einreißt, sprechen Fachleute von einer Analfissur. Stechende oder brennende Schmerzen (vor allem) beim Stuhlgang sind typische Symptome. Oft zeigen sich danach blutige Spuren am Toilettenpapier.
Bei einigen Betroffenen halten die Schmerzen am After auch nach dem Stuhlgang über Stunden an. Bleibt eine Analfissur auf Dauer unbehandelt, kann sie chronisch verlaufen, nässen und jucken. Ursachen sind zum Beispiel Verstopfung und harter Stuhlgang, ein übermäßig angespannter Schließmuskel und in manchen Fällen auch entzündliche Vorerkrankungen wie Morbus Crohn.
Bei einem Abszess sammelt sich Eiter in einem neu gebildeten, abgekapselten Hohlraum. Ein Analabszess entsteht zumeist, wenn Bakterien in den Drüsen des Analkanals eine Entzündung auslösen. Oft macht sich ein Analabszess durch einen eher dumpfen, über Tage zunehmenden Schmerz und ein Druckgefühl bemerkbar, etwa beim Sitzen und Gehen. Insbesondere beim Stuhlgang empfinden die meisten Betroffenen intensive Schmerzen am After.
Die umgebende Haut kann rot und geschwollen sein. Bei einem stark entzündeten Abszess fühlen sich die Betroffenen manchmal insgesamt abgeschlagen und bekommen Fieber.
Bei einem Enddarm-Vorfall, wölbt sich ein Teil des Enddarms durch den Anus sichtbar nach außen. Der Vorfall entsteht zumeist durch starkes Pressen beim Stuhlgang. Ist das hervortretende Gewebe Teil des Analkanals, spricht man von einem Analprolaps. Tritt tiefer liegendes Gewebe aus dem Mastdarm hervor, sprechen Fachleute von einem Rektumprolaps.
Normalerweise sind solche Enddarm-Vorfälle nicht besonders schmerzhaft, sondern es steht eher ein starkes Druckgefühl im Vordergrund. Vor allem beim Analprolaps können jedoch Schmerzen durch Komplikationen wie eine Thrombose innerhalb des vorgefallenen Gewebes auftreten. Da ein thrombosierter Analprolaps fast immer zusammen mit einem Hämorrhoidalleiden einhergeht, zählt er auch zu den Komplikationen im Zusammenhang mit einem Hämorrhoidalleiden, die echte Schmerzen auslösen.
In seltenen Fällen entwickeln sich im Analkanal bösartige Tumoren, meist sogenannte Plattenepithelkarzinome und basaloide Karzinome. Ein solcher Analkrebs kann Schmerzen am After, blutigen und ungewöhnlich geformten Stuhl, Juckreiz sowie andere Symptome von Analerkrankungen auslösen.
Häufig steht Analkrebs in Verbindung mit bestimmten HPV-Infektionen. Auch Menschen mit einem geschwächten Immunsystem (zum Beispiel AIDS-Erkrankte) haben ein höheres Risiko für Analkrebs. Insgesamt handelt es sich aber um eine vergleichsweise seltene Krebsform, sodass Analkrebs bei Schmerzen im Analbereich nicht der erste Verdacht sein muss.
Grundsätzlich gelten Blutungen und Schmerzen im Analbereich als Symptome, bei denen sich ein Besuch in der hausärztlichen Praxis empfiehlt.
Meist reichen eine einfache Sicht- und Tastuntersuchung und gegebenenfalls eine Stuhlprobe aus, um die Ursache aufzudecken. Gegebenenfalls überweist die Ärztin oder der Arzt für weitere Untersuchungen an eine spezialisierte Praxis für Dick- und Enddarmerkrankungen (Koloproktologie). Mit der passenden Behandlung – zum Beispiel Salben, Zäpfchen oder einem kleinen Eingriff – lassen sich Schmerzen am After meist rasch in den Griff bekommen.
Dr. Felix Friedrich arbeitet seit über 10 Jahren in verschiedenen Positionen in der pharmazeutischen Industrie. Seit mehr als 8 Jahren ist er Medical Advisor bei DR. KADE Health Care. Dabei betreut er unter anderem die Produkte aus der Proktologie und der Gastroenterologie und stellt sicher, dass Inhalte auf pogesund.de medizinisch-wissenschaftlich korrekt sind.
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* nach verkauften Hämorrhoidensalben (IH-Galaxy Apo-Fusion 08/2026).