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Wie Sie vergrößerte Hämorrhoiden erkennen
Erfahren Sie, woran sich Hämorrhoiden bemerkbar machen und wie frühes Erkennen Beschwerden vorbeugt.
Jetzt Hämorrhoiden erkennenWie erkennt man eine Analvenenthrombose, wie lange dauert sie und was hilft gegen die Beschwerden?
Geprüft von: Dr. Felix Friedrich, Senior Medical Advisor, DR. KADE Health Care, Berlin
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Plötzlich auftretendes Blutgerinnsel in einer Vene am Afterrand
Schmerzhafter äußerer Knoten mit Druck beim Sitzen oder Stuhlgang
Häufige, meist harmlose, aber schmerzhafte Analerkrankung mit spontaner Rückbildung
Nicht selbst aufstechen, öffnen oder manipulieren
Linderung durch Salben, wie Posterisan akut, Kühlung und Schonung, ärztliche Abklärung bei starkem Verlauf
Eine Analvenenthrombose entsteht, wenn sich in einer oberflächlichen Vene am Afterrand ein Blutgerinnsel bildet. Auslöser können unter anderem erhöhter Druck im Analbereich, starkes Pressen, körperliche Belastung oder hormonelle Einflüsse sein. Es gibt immer eine mechanische Ursache, wobei es manchmal vielleicht schwerfällt, sie immer eindeutig festzustellen.
In der Regel nein. Eine Analvenenthrombose ist meist harmlos, auch wenn sie sehr schmerzhaft sein kann. Sie stellt keinen Notfall dar. Wichtig ist eine ärztliche Abklärung, wenn die Beschwerden ungewöhnlich stark sind, lange anhalten oder immer wieder auftreten.
Ja, das ist möglich, aber eher selten. Wenn die gespannte Haut über dem Gerinnsel einreißt, kann sich die Thrombose nach außen entleeren. Dabei tritt Blut aus der Haut am Afterrand aus, nicht aus dem Darm.
Nach dem Aufreißen der Haut lässt der Druck meist nach. Wichtig ist es, die Stelle sauber zu halten, auf Manipulation zu verzichten und ärztlichen Rat einzuholen. Eine eigenständige Behandlung mit Schnitten oder Druck ist nicht sinnvoll.
Die richtige Anlaufstelle ist eine hausärztliche Praxis oder eine gynäkologische Praxis. Dort kann sicher beurteilt werden, ob es sich um eine Analvenenthrombose oder eine andere Ursache handelt. Bei Bedarf erfolgt eine Überweisung an eine proktologische Praxis.
Der Verlauf ist individuell und hängt mit der Größe der Thrombose zusammen. Je größer die Schwellung, desto länger dauert es, bis das verklumpte Blut vom Körper vollständig resorbiert wurde. Dies kann mehrere Wochen dauern. Die Schmerzen nehmen dagegen bereits früher ab, manchmal schon nach einigen wenigen Tagen, sobald sich die Schwellung anfängt zurückzubilden und der Druck nachlässt.
Ja. In den meisten Fällen heilt eine Analvenenthrombose ohne Eingriff ab. Konservative Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden, wie beispielsweise Posterisan akut Salbe mit Lidocain, reichen oft aus. Von einem operativen Vorgehen wird in der Regel abgeraten. Es sollte nur bei unbedingtem Interventionswunsch erwogen werden.
Wiederkehrende Analvenenthrombosen können begünstigt werden durch anhaltende Druckbelastung, Verstopfung, starkes Pressen oder bestimmte Lebensgewohnheiten. Auch eine individuelle Veranlagung spielt vermutlich eine Rolle.
Eine Analvenenthrombose ist ein Blutgerinnsel in einer oberflächlichen Vene am Afterrand. Sie entsteht immer in Folge einer mechanischen Belastung und bildet sich vergleichsweise plötzlich innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden. Eine Analvenenthrombose zeigt sich als schmerzhafter, praller Knoten direkt am Aftereingang. In der Fach- oder Umgangssprache wird sie auch Analthrombose, Analrandthrombose, Perianalvenenthrombose oder Perianalthrombose genannt.
Auch wenn sich das sehr beunruhigend anfühlen kann: Eine Analvenenthrombose kommt häufig vor und ist in der Regel harmlos, auch wenn die Beschwerden deutlich sein können.
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Typisch ist ein rundlicher, prall gespannter Knoten direkt am Afterrand. Er kann bläulich bis dunkelrot erscheinen, manchmal auch hautfarben. Häufig entwickelt sich die Schwellung innerhalb von Minuten bis zu wenigen Stunden. Beim Berühren ist sie meist druckschmerzhaft.
Wichtig zur Einordnung: Der Knoten sitzt außen und lässt sich nicht in den After zurückschieben. Das Aussehen der Analvenenthrombose kann variieren, doch der plötzliche, deutlich tastbare Knubbel ist charakteristisch.
In den meisten Fällen ist eine Analvenenthrombose harmlos. Die Schmerzen können jedoch stark sein und den Alltag einschränken. Sinnvoll ist eine ärztliche Abklärung, wenn die Beschwerden sehr ausgeprägt sind, sich rasch verschlimmern, wiederkehren oder wenn zusätzlich Blutungen auftreten.
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Beides wird häufig verwechselt. Medizinisch handelt es sich jedoch um unterschiedliche Ursachen. Eine Analvenenthrombose entsteht durch ein Gerinnsel in einer äußeren Vene am Analrand und ist meist deutlich schmerzhaft.
Bei Hämorrhoiden kommt es erst dann zu Beschwerden, wenn sich die Gefäßpolster verlagern und vergrößern. Das ist in der Regel nicht schmerzhaft. Hämorrhoiden erkennen Sie stattdessen an Juckreiz, Brennen, Nässen oder hellroten Blutspuren beim Stuhlgang.
Wer einen Knoten am After bemerkt, kann zur Unterscheidung primär auf den Schmerzfaktor und den plötzlichen Beginn achten.
Verwechslungsgefahr: Deutsche vs. englische Fachbegriffe
Hämorrhoiden werden im Englischen in „internal“ und „external hemorrhoids“ unterschieden. Während „internal hemorrhoids“ dem deutschen Hämorrhoidalleiden entsprechen, verbirgt sich hinter „external hemorrhoid“ eine Analvenenthrombose – also eine völlig andere Erkrankung.
Diese unterschiedliche Begrifflichkeit erklärt, warum englischsprachige Quellen Schmerzen als typisches Symptom von „hemorrhoids“ beschreiben. Tatsächlich verursacht die Analvenenthrombose („external hemorrhoid“) starke Schmerzen, während das Hämorrhoidalleiden selbst normalerweise schmerzfrei ist.
Zwar besitzt jede Analvenenthrombose einen Auslöser, es ist bis heute aber nicht bis ins Detail geklärt, warum manche Menschen auf bestimmte Auslöser mit einer Analvenenthrombose reagieren. Fachleute diskutieren unter anderem, dass es zunächst zu einer Reizung oder kleinen Verletzung der Gefäßwand am Afterrand kommt. In einer oberflächlichen Vene kann sich daraufhin ein Blutgerinnsel bilden. Dieses wird dann als Analthrombose oder Perianalthrombose wahrgenommen.
Neben einem auslösenden Ereignis wird eine Analvenenthrombose auch durch bestimmte Situationen begünstigt, in denen Druck oder Reibung im Analbereich zunehmen. Dazu zählen unter anderem:
Starkes Pressen, zum Beispiel bei Verstopfung oder hartem Stuhl, oft verbunden mit Schmerzen beim Stuhlgang
Dauerhafter Druck im Analbereich, etwa bei häufigem Durchfall oder wenn langes Sitzen zur Gewohnheit wird
Körperliche Belastung wie schweres Heben, intensiver Sport oder auch längere Fahrradtouren
Schwangerschaft und die Zeit nach der Geburt, wenn hormonelle Veränderungen und Druck im Becken zusammenkommen
Zu viel Analhygiene, insbesondere häufiges Waschen mit Seife oder Duschgel, das die empfindliche Analhaut reizt
Alkohol oder sehr scharfes Essen, die bei manchen Menschen Beschwerden begünstigen
Hitze, Kälte oder feucht-warmes Klima, manchmal auch einfach das Sitzen auf kalten Flächen
Auch Menschen, die bereits Hämorrhoidenbeschwerden hatten, scheinen anfälliger für eine Analvenenthrombose zu sein. Wichtig ist: Treten Afterbeschwerden neu auf oder verändern sich deutlich, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Das Leitsymptom einer Analvenenthrombose ist der Schmerz. Anders als bei vielen anderen Analerkrankungen steigert er sich nicht über Wochen, sondern ist plötzlich da. Betroffene berichten von einem dauerhaften Spannungsgefühl, das sich beim Sitzen, Gehen oder beim Stuhlgang deutlich verstärkt.
Die Größe des Knotens kann dabei stark variieren. Manche Thrombosen sind nur wenige Millimeter groß und werden eher zufällig ertastet, andere erreichen die Größe einer Erbse oder sogar einer Kastanie.
Je nach Ausprägung können weitere Symptome auftreten. Dazu gehört Juckreiz, insbesondere wenn die Haut stark gespannt oder gereizt ist. Häufig stehen jedoch Schmerzen und Druck deutlicher im Vordergrund.
In manchen Fällen reißt die gespannte Haut über dem Gerinnsel ein. Dann kann sich die Thrombose nach außen entleeren und es kommt zu einer plötzlichen Blutung. Dies kann sehr plötzlich geschehen, weshalb viele davon sprechen, dass die Analvenenthrombose „platzt“. Dieses Ereignis tritt häufig beim Toilettengang auf und kann sehr verunsichernd wirken, weil es so aussieht, als gehe viel Blut verloren. Tatsächlich ist die Blutmenge in der Regel aber unproblematisch. Lässt der Druck nach, nehmen die Schmerzen oft deutlich ab.
Blut im Stuhl ist kein typisches Symptom einer Analvenenthrombose. Tritt Blut im Stuhl auf, sollten auch andere Ursachen im Darm durch einen Arzt oder eine Ärztin ausgeschlossen werden.
Erst einmal das Wichtigste: Eine Analvenenthrombose heilt in den meisten Fällen konservativ gut ab.
Manche Betroffene verspüren den verständlichen Wunsch, den schmerzhaften Knoten sofort loszuwerden. Es ist allerdings dringend davon abzuraten, selbst Hand anzulegen, die Analvenenthrombose aufzuschneiden oder anderweitig zu öffnen. Ebenfalls nicht empfohlen sind das Reindrücken der Analthrombose oder sonstige Manipulationen. Sie verschlimmern die Situation meist und erhöhen das Risiko für Infektionen.
Wenn der Leidensdruck sehr hoch ist, kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein. In einer proktologischen Praxis kann bei unbedingtem Interventionswunsch über einen Eingriff entschieden werden. Notwendig ist das in den meisten Fällen jedoch nicht. Eine einfache Druckentlastung durch einen Stich wird hingegen kritisch gesehen, da das Gerinnsel dadurch nie voll entlastet werden kann, eine Rethrombosierung wahrscheinlich ist und eine Eintrittspforte in einem keimbesiedelten Bereich geschaffen wird. In der Regel reichen eine symptomatische Therapie und Geduld aus, um die Analthrombose selbst zu behandeln.
Bei einer Analvenenthrombose können Salben oder Cremes helfen, vor allem solche mit betäubenden oder entzündungshemmenden Wirkstoffen. Präparate mit Lidocain können die Schmerzen vorübergehend lindern, etwa beim Sitzen oder nach dem Stuhlgang.
Posterisan akut enthält 5 Prozent Lidocain und wird zur Linderung von schmerzenden und juckenden Beschwerden im Analbereich eingesetzt. Die betäubende Wirkung setzt innerhalb von 30 Minuten ein.1
Wichtig: Genauso wie bei Hämorrhoiden behandeln die Salben nicht die Ursache, sondern lindern die Symptome und helfen dabei, die akute Phase besser zu überstehen.
Viele empfinden es als angenehm, die betroffene Stelle zu kühlen. Auch Sitzbäder werden häufig als wohltuend beschrieben, weil sie entspannen und das Druckgefühl lindern können.
Hilfreich ist außerdem, Druck vom Analbereich zu nehmen. Vermeiden Sie langes Sitzen, legen Sie sich zwischendurch hin und achten Sie auf einen weichen Stuhlgang durch ballaststoffreiche Ernährung und viel Flüssigkeit. Das entlastet die gereizten Gefäße.
Wenn unklar ist, ob es sich wirklich um eine Analvenenthrombose handelt oder ob vielleicht kombinierte Analerkrankungen, wie eine schmerzende Fissur zusammen mit vergrößerten Hämorrhoiden oder Marisken, vorliegen, ist ein Arztbesuch sinnvoll.
Der Verlauf einer Analvenenthrombose ist in den meisten Fällen gutartig. Auch wenn die Beschwerden anfangs ausgeprägt sein können, heilt eine Analthrombose in der Regel ohne Eingriff ab.
Plötzlich auftretender Knoten mit Druckgefühl und deutlichen Schmerzen.
Schmerzen lassen nach, Sitzen und Bewegung werden spürbar leichter.
Schwellung bildet sich langsam zurück, Knoten wird zunehmend kleiner.
So erklärt sich auch die häufige Frage, wie lange eine Analvenenthrombose dauert: Die akute Schmerzphase ist meist kurz, die Heilung der Analthrombose erfolgt schrittweise über mehrere Wochen. Dabei gilt: Je größer der Anfangsbefund, umso länger dauert die Rückbildung.
Und wie lange blutet eine Analvenenthrombose? Wenn es zu einer Blutung kommt, ist diese in der Regel kurzzeitig. Sie entsteht meist durch einen Einriss der gespannten Haut über dem Gerinnsel, durch den sich die Analthrombose dann entleert. Anhaltende oder wiederholte Blutungen sind untypisch und sollten ärztlich abgeklärt werden.
Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn die Analvenenthrombose über einen längeren Zeitraum nicht weggeht, die Schmerzen sehr stark sind, über mehrere Tage anhalten, wiederholt Blutungen auftreten oder sich die Schwellung nicht zurückbildet.
Dr. Felix Friedrich arbeitet seit über 10 Jahren in verschiedenen Positionen in der pharmazeutischen Industrie. Seit mehr als 8 Jahren ist er Medical Advisor bei DR. KADE Health Care. Dabei betreut er unter anderem die Produkte aus der Proktologie und der Gastroenterologie und stellt sicher, dass Inhalte auf pogesund.de medizinisch-wissenschaftlich korrekt sind.
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Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie (DGK), Leitlinie Analvenenthrombose (2002).
S. Brearley und R. Brearley, „Perianal thrombosis“, in: Dis Colon Rectum 31, 5 (1988).
Rothhaar, A., et al., „Placebo-controlled doubleblind study of the efficacy and tolerability of lidocainecontaining rectal ointment to treat anorectal itching in patients with haemorrhoids.“, in: Akt Dermatol 40 (10), 412–417 (2014).
* nach verkauften Hämorrhoidensalben (IH-Galaxy Apo-Fusion 08/2026).