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Analfissur

Starke, stechende Schmerzen im Afterbereich bei und nach dem Stuhlgang: Eine Analfissur kann sehr unangenehm sein und sollte frühzeitig behandelt werden. Hier erfahren Sie, warum.

12 min Lesezeit

Geprüft von: Dr. Felix Friedrich, Senior Medical Advisor, DR. KADE Health Care, Berlin

Eine Person fasst sich mit beiden Händen ans Gesäß.

Auf einen Blick: Analfissur

  • Je nach Ursache und Dauer wird zwischen primären und sekundären, akuten und chronischen Analfissuren unterschieden

  • Zu den typischen Ursachen für eine primäre Analfissur gehören Pressen beim Stuhlgang, Durchfall, mechanische Verletzungen

  • Sekundäre Analfissuren können Symptom bestimmter Krankheiten, Allergien oder eine Nebenwirkung von Medikamenten sein

  • Schmerzlindernde Salben, wie z. B. Posterisan akut, können therapeutisch bei Analfissuren eingesetzt werden

  • Eine Ernährungsumstellung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Bewegung und gute Analhygiene helfen bei akuten und chronischen Analfissuren

  • Analfissuren sollten immer ärztlich untersucht und ggf. behandelt werden

Häufig gestellte Fragen

Eine primäre Analfissur entsteht, wenn durch Pressen beim Stuhlgang, Durchfall oder mechanische Verletzungen, z. B. beim Analsex, die empfindliche Analschleimhaut im unteren Abschnitt des Analkanals einreißt.

Sekundäre Analfissuren entwickeln sich als Begleiterscheinung bestimmter Krankheiten, Allergien oder als Nebenwirkung von Medikamenten.

Eine Analfissur sollte immer ärztlich abgeklärt werden. Linderung bei Schmerzen während des Stuhlgangs bieten Rektalsalben mit einem lokalanästhetischen Wirkstoff, wie z. B. Posterisan akut.

In jedem Fall sollte die Ursache für die eingerissene Analschleimhaut beseitigt werden. Bei der häufigsten Ursache, dem Stuhlgang, sollte der Stuhl daher durch eine Ernährungsumstellung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und regelmäßige Bewegung weicher gemacht werden.

Bei einer Analfissur helfen Salben, die den Schmerz lindern können, wie z. B. die Rektalsalbe Posterisan akut mit dem Wirkstoff Lidocain, einem Lokalanästhetikum.

Auch Salben, die entspannend auf den Schließmuskel und durchblutungsfördernd auf die Analschleimhaut wirken, können bei einer Analfissur von der Arztpraxis verordnet werden.

Eine Zinksalbe kann bei einer Analfissur unterstützend eingesetzt werden. Sie schützt die Haut, wirkt jedoch weder schmerzlindernd noch muskelentspannend oder durchblutungsfördernd.

Ihre Verwendung kann deshalb nicht den für Analfissuren typischen Teufelskreis aus Schmerzen, Stuhlvermeidung, Verstopfung, Schließmuskelverkrampfung, verringerter Durchblutung und verzögerter Heilung durchbrechen. Hier helfen andere Salben, zum Beispiel mit lokalanästhetischer Wirkung wie Posterisan akut, besser.

Bei einer Analfissur helfen schmerzlindernde Salben, z. B. Posterisan akut, sowie muskelentspannende und durchblutungsfördernde Salben, mit z. B. Nitroglyzerin oder Diltiazem.

Bei starken Schmerzen können nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen zusätzlich eingenommen werden.

Werden NSAR z. B. aufgrund von Darmentzündungen nicht vertragen, helfen Analgetika wie Paracetamol.

Bei einer Analfissur sollte man sich ausgewogen und ballaststoffreich ernähren und viel Gemüse, Obst, Vollkorn- und Hülsenprodukte essen, um eine Verstopfung zu vermeiden. Bei Bedarf unterstützen Floh- oder Leinsamen die Verdauung.

Außerdem sollte man mindestens zwei Liter Wasser oder Kräutertee täglich trinken.

Eine Analfissur kann immer wieder aufreißen, wenn es zu einer Verzögerung des Heilungsprozesses kommt.

Dies hängt mit dem für Analfissuren typischen Teufelskreis zusammen: Schmerzen beim Stuhlgang führen zur Stuhlgangvermeidung und somit zu Verstopfung und hartem Stuhl, wodurch ein erneutes Einreißen der Fissur begünstigt wird. Zusätzlich kann es zu einer Schließmuskelverkrampfung kommen, in deren Folge die Durchblutung der Analschleimhaut abnimmt und sich die Wundheilung nochmals verschlechtert.

Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden. Eine Option dazu kann eine Salbe mit lokalanästhetischer Wirkung, wie z. B. Posterisan akut, sein.

Erste Anlaufstelle ist meist die Hausarztpraxis, die eine Erstversorgung einleitet und den Verlauf beobachtet. Komplexe, andauernde oder sogar chronische Fälle werden an spezialisierte Praxen überwiesen.

Proktologinnen und Proktologen sind in der Behandlung von Enddarmerkrankungen und -beschwerden wie Analfissuren geschult und wissen, welche Therapie das bestmögliche Ergebnis erzielt.

Ist die Analfissur eine Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung, muss diese durch die entsprechenden Fachärztinnen und Fachärzte, z. B. aus der Gastroenterologie oder der Infektiologie, behandelt werden.

Eine Analfissur ist in der Regel nicht gefährlich. Die Heilungsraten unter entsprechender Behandlung gelten als hoch. Unbehandelt entsteht manchmal jedoch eine chronische Analfissur, deren Behandlung komplizierter wird.

Bei sehr starken Schmerzen, großem Blutverlust und Infektanzeichen wie Schwellung, Rötung, Eiterbildung oder Fieber, sollte umgehend eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.

Davon abgesehen sollte eine Analfissur immer ärztlich abgeklärt werden.

Was ist eine Analfissur?

Eine Analfissur (auch Afterriss, Analriss oder Fissura ani) ist ein länglicher Riss in der empfindlichen Schleimhaut des unteren Analkanals, also direkt im Bereich des Afters. Sie verläuft meist in Längsrichtung zum Darmausgang hin und ist oft nur wenige Millimeter bis zwei Zentimeter lang.

Schematische Darstellung von Mastdarm (Rektum) und Analkanal mit innerem und äußerem Schließmuskel. Im unteren Bereich des Analkanals ist eine Analfissur hervorgehoben, erkennbar als Einriss der Schleimhaut nahe dem After.

Fachleute unterscheiden zwischen primären und sekundären Analfissuren. Eine primäre Analfissur entsteht durch Verletzungen und Entzündungen im unteren Analkanal, z. B. durch harten Stuhl oder Analverkehr. Sie geht typischerweise mit starken Schmerzen während und eine Zeit lang nach dem Stuhlgang einher.

Sekundäre Analfissuren können sich als Begleiterscheinung bestimmter Grunderkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa entwickeln. Sie entstehen häufig an eher unüblichen Positionen im Analkanal und nicht wie bei primären Analfissuren in typischer Längsrichtung zum Darmausgang. Je nach Lokalisation können sie weniger schmerzhaft sein, neigen aber zur Chronifizierung, wenn die darunter liegende Erkrankung nicht erfolgreich behandelt wird.

Infografik zum Teufelskreis der Analfissur mit acht Stationen, die im Uhrzeigersinn den Verlauf zeigen: Schmerzen beim Stuhlgang, Stuhlgangvermeidung, Verstopfung/harter Stuhlgang, erneute Reizung der Analfissur, Schließmuskelverkrampfung, verminderte Durchblutung und verschlechterte Heilung.

Ist die Analfissur akut oder chronisch?

Akute Analfissuren, die nicht behandelt werden, können chronisch werden.

Der Heilungsprozess bei einer Analfissur kann durch einen Teufelskreis sich wechselseitig bedingter Faktoren erschwert werden: Durch die Reizung der Analschleimhaut kommt es zu Schmerzen beim Stuhlgang, was zu einer Vermeidung regelmäßiger Stuhlgänge und damit zu Verstopfung mit hartem Stuhl führen kann. Infolgedessen muss beim Stuhlgang stärker gepresst werden und die Analfissur reißt wieder auf.

Zusätzlich kann sich der Schließmuskel schmerzbedingt verkrampfen, wodurch das Gewebe im Analkanal schlechter durchblutet wird. Das wiederum lässt den Analriss schlechter abheilen und begünstigt die Chronifizierung der Beschwerden.

Was sind die Ursachen einer Analfissur?

Eine Analfissur entsteht meist durch eine Kombination verschiedener Faktoren. Häufig besteht schon eine Reizung oder leichte Verletzung der Schleimhaut im Afterbereich, die durch bestimmte Auslöser dann einreißen kann.

Zu den Ursachen einer primären Analfissur gehört im Prinzip alles, was die Ruhespannung des Schließmuskels erhöht und damit ein Einreißen des Gewebes bei Belastung begünstigt:

  • Ungünstiges Stuhlverhalten (Pressen) aufgrund von Verstopfung/hartem Stuhlgang

  • Reizung der Analschleimhaut durch anhaltenden Durchfall

  • Durchblutungsstörung (Ischämie) in der Analschleimhaut

  • Verletzungen/Überdehnungen aufgrund von Einläufen, Operationen im Afterbereich, unvorbereitetem Analsex oder Einführung von Gegenständen in den Enddarm

Sekundäre Analfissuren entstehen als Begleitsymptome anderer Erkrankungen, wie:

  • Autoimmunerkrankungen, z. B. chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) oder eine rheumatische Erkrankung der Blutgefäße (Morbus Behçet)

  • Infektionskrankheiten, wie Tuberkulose, Syphilis, Leishmaniose, HIV/AIDS, Chlamydien, Zytomegalie, Herpes simplex (HSV-1/HSV-2)

  • Krebserkrankungen, wie Leukämie (Blutkrebs)

  • Allergische Reaktionen, z. B. aufgrund einer Kuhmilchallergie

  • Verengter Analkanal (Analstenose)

  • Strahlen-/Chemotherapie oder Medikamenteneinnahme

Übrigens: Auch während der Schwangerschaft und nach der Geburt ist das Risiko für proktologische Erkrankungen, wie Analfissuren und vergrößerte Hämorrhoiden, erhöht.

Welche Symptome können bei einer Analfissur auftreten?

Schmerzintensität, Aussehen, Blutungsneigung: Die Begleiterscheinungen können sich bei Analfissuren unterscheiden, je nachdem, ob es sich um primäre oder sekundäre, akute oder chronische Analrisse handelt.

Akute und primäre Analfissuren lassen sich an folgenden Symptomen erkennen:

  • Starke, stechende oder reißende Schmerzen bei und nach dem Stuhlgang

  • Hellrotes Blut auf dem Stuhl und/oder am Toilettenpapier

  • Aussehen: frische, schnittartige Wunde

Sekundäre Analfissuren zeigen häufig diese Symptome:

  • Schmerzen und Blutungen können weniger stark ausgeprägt sein

  • Es können zeitgleich mehrere Fissuren an für Analfissuren eher untypischen Lokalisationen auftreten

Im Unterschied hierzu können bei chronischen Analfissuren vermehrt für Fissuren ungewöhnliche Beschwerden auftreten, wie:

  • Nässen

  • Juckreiz

  • Tieferliegende Schleimhautdefekte (Geschwüre)

  • Erhöhte Muskelspannung (Tonus) im Schließmuskel (Sphinkter) bzw. Schließmuskelkrampf

  • Fremdkörpergefühl durch vergrößerte Analpapille (Analfibrom)

  • Marisken (schmerzlose Hautfalten), häufig als typische Vorpostenfalte

  • Aussehen: Schleimhautgeschwür mit verdicktem, vernarbtem Rand, in fortgeschrittenem Zustand: tiefe Gewebedefekte mit freiliegender Schließmuskelmuskulatur

Achtung:

Analfissuren bluten in der Regel nicht stark. Bei starken Blutungen könnte auch eine Analvenenthrombose vorliegen. Auch andere Analerkrankungen wie vergrößerte, blutende Hämorrhoiden oder Analfisteln können für Blutspuren sorgen. Daher sollten Blutungen immer ärztlich überprüft werden, um die Ursache zu identifizieren.

  • Person in Businesskleidung hält eine Aktentasche und fasst sich an das Gesäß.

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Wie wird eine Analfissur diagnostiziert?

Analfissuren kommen häufig vor, doch viele Betroffene scheuen den Weg zur Ärztin oder zum Arzt. Dabei sollte ein Schamgefühl nicht davon abhalten, Beschwerden ärztlich abzuklären: Eine frühzeitige Therapie kann nicht nur die Schmerzen lindern, sie kann auch die Entstehung einer chronischen Analfissur verhindern.

Die Diagnose erfolgt in der Regel über ein Anamnesegespräch und eine Inspektion des Afterbereichs (z. B. durch eine Proktoskopie oder Anoskopie), u. U. unter leichter Betäubung.

Liegt ein Verdacht auf eine sekundäre Analfissur vor, können weitere Untersuchungen Aufschluss über die Grunderkrankung geben.

Wie wird eine Analfissur behandelt?

Bevor Sie mit der Behandlung einer Analfissur beginnen, sollten Sie schmerzhafte Afterbeschwerden ärztlich abklären lassen. Denn die Therapie ist grundsätzlich immer von der Diagnose abhängig, also davon, ob es sich wirklich um eine Analfissur handelt und ob diese akut oder chronisch, primär oder sekundär ist.

Bis zur Abklärung können schmerzlindernde Salben, wie Posterisan akut, als Erstmaßnahme gegen die Beschwerden von Analfissuren eingesetzt werden.

Die Posterisan akut Rektalsalbe enthält Lidocain, ein Lokalanästhetikum, das neben der Behandlung von Hämorrhoidalbeschwerden auch bei anderen schmerzenden und juckenden Beschwerden im Analbereich angewandt werden kann.

Durch die Schmerzreduktion kann der Teufelskreis von schmerzbedingter Stuhlvermeidung und daraus resultierender Verstopfung mit hartem Stuhlgang, was wiederum in eine erneute Reizung und Verletzung der Analschleimhaut münden kann, durchbrochen werden.

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Neben einer schmerz- und juckreizlindernden Salbe können auch muskelrelaxierende Salben oder Gele durch die Arztpraxis verordnet werden, z. B. mit den Wirkstoffen Glyceroltrinitrat (GTN), Diltiazem oder Nifedipin, die sich entspannend und durchblutungsfördernd auf den Schließmuskel auswirken.

Wenn sich der Schließmuskel entspannt, wird das Gewebe in der Analschleimhaut besser durchblutet, was den Heilungsprozess der Analfissur fördert.

Was lässt sich noch tun bei Analfissuren? Diese weiteren Behandlungsoptionen sind möglich:

Da eine primäre Analfissur häufig durch Verstopfung und harten Stuhlgang ausgelöst wird, ist es besonders wichtig, dass der Darm mit einer ballaststoffreichen Ernährung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr aktiviert und der Stuhlgang weicher gemacht wird.

Rührt die Analfissur dagegen von Durchfall, einer allergischen Reaktion oder einer Entzündung her, sollte die Ernährung entsprechend angepasst werden.

Regelmäßige Bewegung unterstützt zusätzlich die Darmtätigkeit, wirkt einer verhärteten Stuhlkonsistenz entgegen und fördert die Durchblutung im Afterbereich. Längeres Sitzen und körperliche Schonhaltung sollten vermieden werden, da sie die Heilung verzögern können.

Wichtig ist auch eine sanfte, seifenfreie Analhygiene, um die empfindliche Region nicht zusätzlich zu irritieren. Außerdem sollte das Stuhlverhalten reguliert werden: Stuhldrang nicht unterdrücken, nicht stark pressen, Toilettenzeit auf 3 bis 5 Minuten beschränken.

Bei Verstopfung kann es helfen, die Füße auf einen Sitzhocker zu stellen.

In schweren Fällen von Verstopfung können kurzfristig mittelstarke Abführmittel (z. B. Macrogol) helfen, den Stuhl weicher zu machen.

Bei starken Schmerzen können zusätzlich nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen eingenommen werden. Werden NSAR z. B. aufgrund von Darmentzündungen nicht vertragen, helfen Analgetika wie Paracetamol.

Bei chronischen Fissuren und wenn die konservative Therapie nicht angeschlagen hat, kann die Fissur chirurgisch behandelt werden.

Dabei kommen unter anderem die folgenden Verfahren zum Einsatz:

  • Fissurektomie (Fissurausschneidung): Die chirurgische Entfernung des vernarbten Gewebes gilt heute als Operation der Wahl.

  • Injektion von Botulinumtoxin (Botox): Bei diesem weniger invasiven Verfahren wird der Schließmuskel durch eine Injektion von Botox vorübergehend entspannt; dies kann in Kombination mit der Fissurektomie durchgeführt werden.

  • Laterale Internus Sphinkterotomie (LIS): Hier wird ein chirurgischer Schnitt im inneren Schließmuskel gesetzt, um den Druck im Analkanal zu reduzieren. Das Verfahren gilt als sehr effektiv, weist allerdings ein höheres Risiko für eine postoperative Stuhlinkontinenz als andere chirurgische Verfahren auf. Daher soll der Einsatz einer LIS nur in Einzelfällen nach erfolglos durchgeführten Alternativen erwogen werden.

Wie sind Verlauf und Dauer einer Analfissur?

Akute, primäre Analfissuren heilen meist innerhalb von 4–8 Wochen durch konservative Maßnahmen, wie Salben, Ernährungsumstellung und Analhygiene, vollständig aus, wenn der Auslöser (z. B. harter Stuhl) nicht mehr vorliegt.

Bleibt die Analfissur länger als 6 Wochen ohne spürbare Verbesserung bestehen, spricht man von einer chronischen Analfissur. Diese heilt oft nicht von selbst ab und erfordert eine intensivere Behandlung, gegebenenfalls auch eine Operation.

Bei sekundären Analfissuren ist der Heilungsprozess von der Therapie der Grunderkrankung abhängig.

Wie kann ich einer Analfissur vorbeugen?

Damit eine Analfissur nicht immer wieder auftritt, bzw. gar nicht erst entstehen kann, kann folgende Basistherapie präventiv wirken:

  • Ballaststoffreiche Ernährung, wie sie auch bei Hämorrhoiden empfohlen wird, und ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um den Stuhl weich und normal geformt zu halten

  • Regelmäßige Bewegung, um die Darmtätigkeit anzuregen

  • Richtiges Stuhlverhalten

  • Adäquate Analhygiene

  • Salben zum Schutz der Analregion vor Reizungen und zur Erleichterung des Stuhlgangs

  • Verzicht auf mechanische Belastungen durch Einläufe oder anale Sexualpraktiken oder zumindest ausreichende Vorbereitung und vorsichtige Durchführung (z. B. durch Gleitmittel)

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Quellen

Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie (DGK), S3-Leitlinie Analfissur (2020).

H. Krammer et. al., „Chronische Analfissur und konservative Therapie“ (Chronic Anal Fissure and Conservative Therapy) in: Georg Thieme Verlag KG (2016).

S.M. Sahebally et al., „Oral versus topical calcium channel blockers for chronic anal fissure – a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials“, in: Int J Surg 44 (2017).

* nach verkauften Hämorrhoidensalben (IH-Galaxy Apo-Fusion 08/2026).